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Drewag will 700 Millionen Euro in Infrastruktur investieren

Energieversorgung Drewag will 700 Millionen Euro in Infrastruktur investieren

Die Drewag habe ihre Hausaufgaben erledigt: Die Stadtwerke würden in den nächsten fünf Jahren rund 700 Millionen Euro investieren, kündigteder scheidende Geschäftsführer Reinhard Richter an. Überwiegend fließe das Geld in den Ausbau der Netzqualität, aber auch in Projekte wie das Innovationskraftwerk Reick.

Reinhard Richter (links) übergab die Drewag-Geschäftsführung an Frank Brinkmann. Daneben Drewag-Geschäftsführerin Ursula Gefrerer und OB Dirk Hilbert.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „Als Energieversorger kann man ohne Bundesregierung gut leben“, erklärte am Donnerstagabend Reinhard Richter, Geschäftsführer der „Drewag – Dresdner Stadtwerke“, beim Neujahrsempfang im Kraftwerk Mitte. Vor der Sommerpause sei im Bundestag noch das „Netzentgeltmodernisierungsgesetz“ verabschiedet worden. „Seitdem hatten wir Ruhe und konnten endlich unsere Hausaufgaben erledigen.“

„Hausaufgaben“ heiße für die Drewag, eine verlässliche Infrastruktur für die Stadt und die Region anzubieten. Die Stadtwerke würden in den nächsten fünf Jahren rund 700 Millionen Euro investieren, kündigte der Geschäftsführer an. Überwiegend fließe das Geld in den Ausbau der Netzqualität, aber auch in das Innovationskraftwerk Reick, eine neue 80-Megawatt-Anlage, einen Elektrodenkessel, eine neue Leitstelle sowie in den weiteren Ausbau des Kraftwerks Mitte. Am Citycenter hinter dem Hauptbahnhof, dem Sitz von Drewag und dem regionalen Energieversorger Enso, will das Unternehmen einen Anbau errichten, erklärte Richter.

Der Stadtkonzern „Technische Werke Dresden“, zu dem die Stadtwerke gehören, sei mittlerweile das sechstgrößte Unternehmen in Sachsen, erklärte Richter. „Und wir haben die Konzernzentrale hier in Dresden.“

Es würde ihn reizen, bekannte der Geschäftsführer, die Fusion von Drewag und Enso zu begleiten. Doch der 64-Jährige befindet sich seit Jahresbeginn im Ruhestand und hat den Staffelstab an den 50-jährigen Frank Brinkmann weitergegeben.

Der neue Geschäftsführer Brinkmann erklärte, regionale Verbünde von der Größe einer fusionierten Drewag/Enso seien die Zukunft der Energiewirtschaft. Kleinere Stadtwerke würden es schwer haben, am Markt zu bestehen und müssten den Anschluss an größere Verbünde suchen. Er plädiere für ein großes mittelständisches Unternehmen, das Stadt und Region energiewirtschaftlich gestalten könne, erklärte Brinkmann seine Vision.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) lobte die Drewag als verlässlichen Partner bei der Ansiedlung neuer Unternehmen in Dresden. „Ohne Drewag läuft da nichts. Nur dank der Versorgungssicherheit sind wir im Standortwettbewerb konkurrenzfähig.“ Die Stadtwerke würden auch ihren Beitrag beim Ausbau der Fernwärmeversorgung, beim Umsetzen der städtischen Klimaschutzziele und beim Breitbandausbau leisten. „Ich kann dank Drewag am Dresdner Rathaus eine Ladestation für Elektromobile anbieten", meinte der OB. „Beim Dieselgipfel im Bundeskanzleramt war das schwieriger.“ Hilbert kündigte für den 18. Januar im Kulturpalast einen Neujahrsempfang der Landeshauptstadt Dresden an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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