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Lokales Drewag gehen nächsten Abschnitt im Fernwärmenetz Pieschen an
Dresden Lokales Drewag gehen nächsten Abschnitt im Fernwärmenetz Pieschen an
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13:54 25.07.2018
Die Grafik zeigt, welche Abschnitte im neuen Fernwärmenetz bereits gebaut sind und was bis 2021 noch alles geplant ist. Quelle: Drewag
Dresden

Seit Sommer 2017 wühlen die Drewag Pieschen auf. Die Stadtwerke verlegen eine neue Hauptfernwärmeleitung vom Elbufer bis zum Heizkraftwerk auf dem Gelände des Sachsenbads, wobei durch den Zickzack-Verlauf der Hauptleitung und zahlreiche Nebenleitungen der größte Teil des Stadtteils mit Fernwärme erschlossen wird. Das Gesamtprojekt, das über ein Budget von rund 27 Millionen Euro verfügt, gliedert sich in mehrere Teilabschnitte. So wurde zuletzt an der Erfurter Straße zwischen Alexander-Puschkin-Platz und Gehestraße gebaut.

Nächste Woche beginnt dort der nächste Abschnitt, der Neubau von zwei Fernwärmeverteilleitungen auf einer Gesamtlänge von 310 Metern von der Markusstraße 8 bis zur Kreuzung mit der Robert-Matzke-Straße sowie von dieser Kreuzung bis zum Leisniger Platz. Parallel wird die Trinkwasserleitung auf einer Länge von rund 270 Metern ausgewechselt und eine 110-Kilovolt-Stromtrasse neu gebaut. Sind alle Leitungen verlegt, bekommt die Straße einen neuen Asphaltbelag.

Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauphasen. Während der gesamten Bauzeit wird in der zur Einbahnstraße gewidmeten Markusstraße der Verkehr in Richtung Robert-Matzke-Straße geleitet. In der Robert-Matzke-Straße wird es im jeweiligen Baubereich zur Vollsperrung kommen, informieren die Drewag. Die Stadtwerke investieren in diesem Abschnitt 765 000 Euro. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Fertig sind die Stadtwerke dann in Pieschen noch lange nicht. Das auf den Namen „Dresden Nord-West“ getaufte Gesamtvorhaben wird bis 2021 dauern. Bis dahin müssen sich die Pieschener auf wechselnde Sperrungen und Bauarbeiten auf den Straßen des Quartiers einstellen. Bautechnologischer Höhepunkt der Arbeiten dürfte die Unterquerung der Elbe durch einen Düker unterhalb der Marienbrücke sein, die Anfang 2020 geplant ist. Dort nehmen dann bereits verlegte Leitungen Fernwärme aus dem Kraftwerk Nossener Brücke auf Höhe des Elberadwegs auf und verteilen sie durch das dann schon größtenteils aufgebaute Netz in Pieschen.

Die Elbquerung ist einer der Gründe für das Ausbauvorhaben. Bisher überbrückt einzig eine in der Carolabrücke liegende Fernwärmeleitung den Fluss. Mit der zweiten Verbindung verschaffen sich die Drewag Netzstabilität, falls es mit der Leitung in der Carolabrücke einmal Probleme geben sollte.

Der andere wesentliche Grund für das Millionenprojekt, das von Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird, ist das enorme Potenzial, dass die Stadtwerke im bisher unversorgten Dresdner Nordwesten sehen. Damit sind nicht nur die großen potenziellen Abnehmer von Fernwärme gemeint, die rings um die Leipziger Straße entstehen: der Schulcampus Gehestraße, die Hafencity oder die Wohnungs- und Gewerbebauten, die nun auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs geplant sind. Auch in den Gründerzeithäusern des Stadtteils haben die Stadtwerke viele Kunden gewonnen, die ihre ausrangierten Heizkessel nicht durch neue ersetzen wollen. Ziel sei es, insgesamt 240 neue Hausanschlüsse bis 2021 in dem Gebiet herzustellenwerden, teilen die Drewag mit – der Grund für den teils feingliedrigen Ausbau des Netzes. Perspektivisch ist noch viel mehr möglich, meint man bei den Drewag. So soll die neue Haupttrasse auch die Erschließung weiterer Teile von Pieschen, Trachau, Mickten und Übigau möglich machen. Es handelt sich um ein Gebiet, in dem derzeit viele, auch größere Wohnbauten entstehen.

Von Uwe Hofmann

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