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Drewag fällt 200 Meter hohen Riesen

„Innovationskraftwerk Reick“ Drewag fällt 200 Meter hohen Riesen

Der 200 Meter hohe Schornstein des Heizkraftwerks Reick – das zweithöchste Bauwerk Dresdens – soll in diesem Jahr abgerissen werden. Der 1976 für die Abgasabführung von sechs Heißwassererzeugern (HWE) erbaute Riese ist für das jetzige „Innovationskraftwerk Reick“ schlicht zu überdimensioniert, begründen die Drewag den Entschluss.

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Bereits 1997 wurde der alte Schornstein an der Nossener Brücke von einem Bagger Stück für Stück abgeknabbert.

Quelle: Drewag/Archiv

Dresden. Der 200 Meter hohe Schornstein des Heizkraftwerks Reick – das zweithöchste Bauwerk Dresdens – soll in diesem Jahr abgerissen werden. Der 1976 für die Abgasabführung von sechs Heißwassererzeugern (HWE) erbaute Riese ist für das jetzige „Innovationskraftwerk Reick“ schlicht zu überdimensioniert, begründen die Drewag den Entschluss. Derzeit ist er nur noch an zwei Heißwassererzeuger angeschlossen. Für den Betrieb bedeutete das bislang, dass der Schornstein minimal acht Stunden am Stück betrieben werden muss, um Durchfeuchtungsschäden durch das Abgas zu verhindern. Das gilt auch, wenn die HWE nur eine Stunde am Tag gebraucht werden. Das kostet unnötig Brennstoff. Zudem müsse ein so hohes Bauwerk ständig mit großem Aufwand periodisch geprüft und instand gehalten werden, heißt es aus der Drewag.

Daher haben die Stadtwerke den Ersatz des Schornsteins durch die Neuerrichtung einer knapp 50 Meter hohen Schornsteinanlage mit zwei Stahlschornsteinen beschlossen. Diese besteht je Heißwassererzeuger im Wesentlichen aus einem neuen Stahlschornstein mit integriertem Schalldämpfer sowie einer neuen Abgasleitung. Durch die hohe Beständigkeit der Stahlschornsteine gegenüber Abgaskondensat minimierten sich die Anfahrzeiten sowie die Mindestlaufzeiten der HWE, was ihren Einsatz viel flexibler gestalten lasse, teilen die Drewag mit. Das bislang übliche „Trockenfahren“ des Schornsteins entfalle künftig.

Zunächst planen die Drewag von April bis Juli die Errichtung der neuen Schornsteinanlage. Die Heißwassererzeuger bleiben in dieser Zeit abgeschaltet. Ab August soll dann der Abriss des dann nicht mehr benötigten Schornsteins beginnen. Da die Drewag eine Sprengung für zu riskant halten, wird das 200 Meter hohe Gemäuer Stück für Stück abgebaut. Dabei wird zuerst die Innenausmauerung des Schornsteins entfernt. Anschließend setzen die Abrissarbeiter einen sogenannten Spinnenbagger auf die Außenröhre, der den Stahlbetonschaft Stück für Stück abknabbert. Diese Arbeit soll laut Drewag bis Jahresende weitestgehend abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro.

Von uh

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