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Lokales Drewag bringt Energie in die Wirtschaft im Dresdner Norden
Dresden Lokales Drewag bringt Energie in die Wirtschaft im Dresdner Norden
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17:19 19.06.2018
Erster Spatenstich für das Umspannwerk Rähnitz: Frank Otto, Geschäftsführer Dreswag Netz, Drewag-Geschäftsführer Frank Brinkmann und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (v.l.). Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Das Tempo ist atemberaubend: Vor kaum vier Monaten erteilte die Stadt Dresden für die Halbleiterfabrik von Bosch im Dresdner Norden die Baugenehmigung. Inzwischen wächst das Milliardenprojekt aus der Erde. Am 25. Juni wird Grundsteinlegung sein. Die Schlagzahl gibt auch den Takt für den Dresdner Energieversorger Drewag vor.

„Es geht los“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Dienstag beim ersten Spatenstich für ein neues Umspannwerk in Rähnitz. In Sichtweite zur Bosch-Investition steckt die Drewag insgesamt 11 Millionen Euro in die neue Anlage. Schon ab April 2019 muss für die geplante Chipfabrik von Robert Bosch ausreichend Elektroenergie zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen die Energieversorgung damit zukunftsfähig aufstellen“, stellte der OB fest.

Im Endausbau gehören zum Umspannwerk neben dem Schalthaus (vorn) auch drei Transformatoren (re.). Quelle: Drewag

Der Bedarf des Werks sei mit dem einer Kleinstadt vergleichbar, heißt es. Daneben geht es um die Versorgungssicherheit. Ein Stromausfall würde in der Produktion eines Chipwerks enormen Schaden verursachen. Zunächst entsteht im ersten Bauabschnitt ein Schalhaus, das für die notwendige Anbindung des Bosch-Werkwerks sorgt. Dafür schlagen etwa 3,5 Millionen Euro zu Buche, erklärte Drewag-Geschäftsführer Frank Brinkmann.

Bis zum Ende des Jahres soll das Dach am Schalthaus dicht sein. „Dann können wir den Innenausbau angehen“, erläuterte Frank Otto, Geschäftsführer bei der Drewag Netz, die für die Infrastruktur zuständig ist. „Wir liegen gut in der Zeit“, fügte Otto noch hinzu. Auch Geschäftsführer Brinkmann machte klar: „Wir gehen davon aus, dass der Bau zeitlich eingehalten wird.“ Dazu gebe es vertragliche Verpflichtungen gegenüber Bosch.

Die im Endausbau installierten drei Transformatoren würden auch alle Ausbauoptionen absichern und die Versorgung weiterer Ansiedlungen im Hochtechnologiesektor oder deren Zulieferindustrie gewährleisten. Gleichzeitig werde damit das Gewerbegebiet Airportpark für weitere Großansiedlungen fit gemacht. „Es geht ja nicht nur um Bosch, sondern die ganze Region“, erklärte Brinkmann. Die Drewag unterstütze damit das wachsende Dresden mit seinem wachsenden Gewerbe.

Für die Erschließung des Gewerbegebiets Airportpark mit Trinkwasser- und Gasversorgung werden die Stadt und die Drewag insgesamt 8,4 Millionen Euro investieren, dabei sollen 3,9 Millionen Euro aus Fördermitteln kommen.

Und gibt es schon weitere Interessenten für das Areal? „Ich habe immer weitere Ansiedlungen im Blick“, sagte der OB lächelnd.

Von Ingolf Pleil

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