Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresdner wollen keinen Schlussstrich ziehen

Gedenken zum 13. Februar Dresdner wollen keinen Schlussstrich ziehen

81 Prozent der Dresdner lehnen es ab, einen Schlussstrich unter den 13. Februar zu ziehen. Der Wert ist höher als 2014, als 76 Prozent das Ende des Gedenkens ablehnten. Die meisten Dresdner, die am 13. Februar zu einer Veranstaltung gehen werden, wollen sich der Menschenkette anschließen.

Die Menschenkette am 13. Februar.

Quelle: dpa

Dresden. Eine überwältigend Große Mehrheit der Dresdner ist dagegen, das Gedenken an den 13. Februar 1945 zu beenden. Das ist das Ergebnis des 99. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 507 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt hat. 81 Prozent stimmen der Aussage „Über 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sollte man mit Gedenkfeiern an die Zerstörung Dresdens aufhören und nach vorne schauen“ nicht zu. Nur 18 Prozent befürworteten die Aussage, die Differenz zu 100 Prozent ist Rundungsfehlern geschuldet. Im Februar 2014 legten die Meinungsforschern den Dresdnern die gleiche Aussage vor. Damals wendeten sich nur 76 Prozent dagegen und 24 Prozent stimmten zu.

Die Hälfte der Dresdner hat gegenüber den Befragern angekündigt, am 13. Februar keine der zahlreichen Veranstaltungen besuchen zu wollen. 2014 waren es noch 40 Prozent. 40 Prozent derjenigen, die eine Veranstaltung besuchen werden, wollen sich der Menschenkette anschließen. 24 Prozent werden in Konzerte zum 13. Februar gehen, 22 Prozent zu Gottesdiensten und Andachten, 14 Prozent zu Vorträgen. Zwölf Prozent haben angekündigt, am Gedenken auf dem Heidefriedhof teilzunehmen, am Mahngang „Täterspuren“ wollen sich acht Prozent beteiligen. Für Proteste in Hör- und Sichtweite waren 13 Prozent offen, für Blockaden anderer Demonstrationen neun Prozent.

Am 13. Februar sollte das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Opfer der Bombenangriffe 1945 im Mittelpunkt stehen, meinen 70 Prozent der Befragten. Das ist exakt der gleiche Wert wie bei der Befragung 2014. Das aktive Verhindern von Aufmärschen der Rechtsradikalen steht für 17 Prozent im Mittelpunkt (2014: 15 Prozent), der Protest gegen die Aufmärsche von Rechtsradikalen für acht Prozent (2014: elf Prozent). Fünf Prozent gaben an, nichts von den genannten Inhalten sollte im Mittelpunkt stehen.

28 Prozent der Befragten haben davon gehört, dass das Gedenken auf dem Heidefriedhof nicht mehr von der Stadt organisiert wird. 72 Prozent kannten diesen Fakt nicht. Von den 28 Prozent, die die erste Frage richtig beantwortet haben, konnten nur 15 Prozent den Verein „Denk mal Fort“ oder einen unbenannten Verein als Veranstalter angeben, 79 Prozent antworteten mit „Nein, weiß ich nicht“.

55 Prozent der Befragten meinen, dass das Gedenken auf dem Heidefriedhof von der Stadt organisiert werden sollte. 32 Prozent halten es für besser, wenn die Bürger die Veranstaltung selbst gestalten. Nur fünf Prozent meinen, dass auf dem Heidefriedhof gar kein Gedenken stattfinden sollte. Acht Prozent gaben an: „Weiß nicht/Kann ich nicht beurteilen“.

Hat die Art und Weise, wie der 13. Februar in den vergangenen Jahren in Dresden abgelaufen ist, der Stadt eher genutzt oder geschadet? 42 Prozent gehen davon aus, dass der Ablauf der Stadt genutzt hat, 38 Prozent glauben, es habe der Stadt geschadet und 19 Prozent sehen gar keine Auswirkungen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
12.12.2017 - 13:55 Uhr

Schwarz-gelber "dynamischer Dresscode" für eine spezielle Dynamo-Choreo.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.