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Lokales Dresdner planen am Mobilfunk der Zukunft
Dresden Lokales Dresdner planen am Mobilfunk der Zukunft
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21:55 09.09.2015
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"Diese Technologie wird ganze Industrie- und Gesellschaftszweige revolutionieren", ist Professor Gerhard Fettweis überzeugt.

Gemeinsam mit 15 weiteren Professoren der TU Dresden hat er nun das interdisziplinäre "Dresden 5G Lab" gegründet. Ziel: Dresden soll sich an die Spitze dieser Entwicklung stellen und die weltweiten Standards für den 5G-Funk definieren. Fettweis plant zudem Firmenausgründungen durch diese Forschungen und hofft auf die Ansiedlung großer Technik-Hersteller. Er will das neue Labor offiziell am 19. Mai auf einer Fachtagung in Südkorea vorstellen.

Die fünfte Generation des mobilen Datenfunks soll nicht nur schneller sein als die Vorgänger "UMTS" und LTE", sondern vor allem reaktionsschneller, zuverlässiger und sicherer. Ein Zukunftsszenario: Der Lateinunterricht könnte endlich interessant werden: Statt auf Schulbänken zu büffeln, setzen die Kinder in naher Zukunft Datenbrillen auf, die sie in das antike Rom versetzen - wo sie dann mit Caesar und Konsorten auf Latein palavern. All dies funktioniert freilich nur, wenn die virtuellen Figuren in Echtzeit reagieren, wenn Hunderte Schüler vernetzt werden können, so Fettweis: "Dafür müssen Nachrichtentechniker, Chipdesigner, Informatiker und andere Spezialisten mit geballter Schlagkraft zusammenarbeiten."

Neben den 16 Professoren kooperieren in dem 5G-Labor deshalb auch 60 wissenschaftliche Mitarbeiter und über 450 Forschungsstudenten der TU sowie zahlreiche Industriepartner. Konzerne wie Vodafone und "National Instruments" finanzieren moderne Ausrüstungen. Eingerichtet werden sollen unter anderem Demonstrator-Labore mit ferngesteuerten Robotern, Programmier- und Mikrowellen-Labore. 2015 soll das erste 5G-Testnetz auf dem Dresdner TU-Campus folgen. Die Markteinführung des neuen Mobilfunkstandards sei etwa 2022 zu erwarten, schätzt Fettweis. Einwerben will er für das Labor in Summe einen zweistelligen Millionenbetrag.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.05.2014

Heiko Weckbrodt

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Eigentlich muss man ja nur mal die eigenen Eltern aushorchen: "Wie war das damals, als ihr jung wart, in der DDR?" Dann erfährt man zum Beispiel, dass die Eltern in so genannten Jugendklubs oder Klubhäusern (beides mit k) unterwegs waren und über eine Musikbox immer nur ein und dieselbe Platte gespielt haben.

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