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Lokales Dresdner haben Sorge vor islamistischen Anschlägen und religiösen Konflikten
Dresden Lokales Dresdner haben Sorge vor islamistischen Anschlägen und religiösen Konflikten
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13:00 28.02.2017
Teilnehmer eines Aufmarsches des fremdenfeindlichen Bündnisses Pegida versammeln sich am 03.10.2016 in Dresden.   Quelle: dpa
Dresden

 Sieben Prozent der Dresdner haben selbst schon einmal an einer Demonstration des Pegida-Bündnisses teilgenommen. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 518 Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat. 15 Prozent der Befragten gaben an, an Gegendemonstrationen gegen Pegida-Kundgebungen teilgenommen zu haben. 78 Prozent erklärten, weder für noch gegen Pegida auf die Straße gegangen zu sein.

Den Anteil an Fremdenfeinden unter den Pegida-Demonstranten schätzen die Befragten aktuell auf 57 Prozent. Im Februar 2016 glaubten die Befragten noch an einen Anteil von 45 Prozent fremdenfeindlich eingestellten Menschen bei den Pegida-Kundgebungen, im Februar 2015 lag der Wert gerade mal bei 34 Prozent.

Die Ziele von Pegida teilen aktuell fünf Prozent der Befragten. Im Februar 2016 standen noch sieben Prozent der Befragten hinter Pegida. 26 Prozent erklärten dieses Mal, die Ziele des Bündnisses teilweise zu akzeptieren. Im Februar 2016 waren es noch 39 Prozent. 68 Prozent bekannten im aktuellen DNN-Barometer, die Ziele von Pegida nicht zu teilen. Im Vorjahr waren es lediglich 54 Prozent. Die höchste Zustimmung konnte Pegida im Februar 2015 verzeichnen, als sieben Prozent erklärten, die Ziele zu teilen und 48 Prozent sich teilweise mit den Zielen identifizieren konnten. Damals bekannten nur 45 Prozent, dass sie die Ziele von Pegida ablehnen.

13 Prozent der Befragten waren voll und ganz der Ansicht, dass in Dresden zu viele Ausländer leben. 39 Prozent stimmten dieser Aussage dagegen überhaupt nicht zu. Zehn Prozent sind davon überzeugt, dass Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden sollte, 55 Prozent lehnen diese Aussage aus voller Überzeugung ab. 15 Prozent stimmen dem Satz voll und ganz zu: „Wer schon immer hier lebt, sollte mehr Rechte haben als die, die später zugezogen sind.“ 47 Prozent wollen dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen.

Anders sieht es bei dem Satz aus: „Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben.“ Dieser These stimmen 24 Prozent der Befragten zu, 23 Prozent lehnen sie dagegen ab. Die Aussage: „Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen“, trifft bei acht Prozent der Befragten auf volle Zustimmung und 33 Prozent Ablehnung. Dass Deutschland ein hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland braucht, glauben 15 Prozent der Befragten, während 26 Prozent auf keinen Fall dieser Meinung sind.

Beim Thema Zuwanderung haben 16 Prozent der Dresdnerinnen und Dresdner sehr große Sorgen, dass unsere Sprache und unsere Kultur an den Rand gedrängt werden. 38 Prozent sehen dieses Problem überhaupt nicht.

 41 Prozent der Befragten machen sich gar keine Sorgen, dass sich das Stadtbild durch zu viele Einwanderer nachhaltig verändern könnte. 12 Prozent hegen diese Befürchtung sehr. Dafür haben 29 Prozent sehr große Sorgen, dass religiöse Konflikte hier ausgetragen werden könnten. Zehn Prozent haben diese Sorge gar nicht. Die größten Sorgen machen sich viele Dresdnerinnen und Dresdner über den islamischen Terrorismus – der Wert ist mit 45 Prozent der höchste bei den vier Fragestellungen. Nur sieben Prozent machen sich keine Gedanken über islamistische Anschläge.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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