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Lokales Dresdner forschen zu Schmähung und Beleidigung
Dresden Lokales Dresdner forschen zu Schmähung und Beleidigung
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15:10 26.05.2017
Wissenschaftler der TU Dresden befassen sich künftig mit dem Phänomen der Schmähungen und Beleidigungen. Quelle: dpa
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Dresden

Wissenschaftler der TU Dresden befassen sich künftig mit dem Phänomen der Schmähungen und Beleidigungen. Wie die Universität am Freitag mitteilte, wurde ein entsprechender Sonderforschungsbereich für 6,7 Millionen Euro bis 2021 bewilligt. Starten wird das Projekt am 1. Juli.

„Invektivität – Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“, so der offizielle Name, ist im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften angesiedelt. Ob nun Schmähungen politischer Akteure, Shitstorms im Internet, Hassgesänge im Stadion oder der Stinkefinger im Alltag - all das habe Konjunktur, teilte die TU mit. Rektor Hans Müller-Steinhagen lobte das „besondere Highlight“ in der Forschung. Das Thema sei gerade in Dresden von aktueller Brisanz und stärke zudem die Geisteswissenschaften an der TU Dresden, so der TU-Rektor.

Eingebunden sind unter anderem Historiker, die Literaturwissenschaften und die Kunstgeschichte. Im Verbund sollen sie nun ergründen, auf welche Weise solche Herabsetzungen die Kultur und Gesellschaft prägen und welche Entwicklungen sich beobachten lassen.

Ebenfalls neu eingerichtet wird ein Sonderforschungsbereich der Mediziner. „Die Nebenniere: Zentrales Relais in Gesundheit und Krankheit“ beschäftigt sich mit der Nebenniere als zentralem Stressorgan des Menschen. Die DFG unterstützt mit mehr als 13 Millionen Euro ein 32-köpfiges Konsortium an den Uni-Standorten Dresden, München und Würzburg.

Zudem kann die TU den Sonderforschungsbereich „Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen in Knochen- und Hautgewebe“ in Zusammenarbeit mit der der Universität Leipzig fortsetzen. Dieser Forschungsbereich existiert bereits. Inklusive der jetzigen Förderung von 10 Millionen Euro fließen mehr als 34 Millionen Euro in das Projekt.

„Von der DFG bewilligte Sonderforschungsbereiche sind immer ein Beweis für die Forschungsstärke einer Universität. Insofern ist dies ein großer Tag für die TU Dresden, ein außergewöhnlicher Erfolg und eine Bestätigung für die wissenschaftliche Stärke und für unser Konzept, uns als breit aufgestellte Universität weiterzuentwickeln“, sagte Rektor Müller-Steinhagen.

dpa/sl

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