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Lokales Dresdner entwickeln neuen Magnet-Chip
Dresden Lokales Dresdner entwickeln neuen Magnet-Chip
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12:00 04.01.2017
Physiker und Materialforscher aus Dresden und Basel haben den Prototypen für einen neuen magnetischen Speicher entwickelt, der sich Daten ohne ständige Stromzufuhr merken kann. Quelle: Kosub
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Dresden

Physiker und Materialforscher aus Dresden und Basel haben den Prototypen für einen neuen magnetischen Speicher entwickelt, der sich Daten ohne ständige Stromzufuhr merken kann. Die Wissenschaftler wollen damit den Weg zu Smartphones und Rechenzentren eröffnen, die viel weniger elektrische Energie als Abwärme verpulvern als heutige Computer.

Zwar gibt es auch heute schon magnetische Speicherchips, MRAMs genannt. Die sind jedoch naoch relativ teuer und anfällig. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun eine neue Konstruktion auf der Basis sogenannter „magnetoelektrischer Antiferromagnete“ erprobt. Ihr Miniaturschalter besteht aus hauchzarten Schichten aus Chromoxid und Platin zwischen Elektroden, die nur wenige Nanometer (Millionstel Millimeter) dünn sind. Indem sie eine recht schwache elektrische Spannung von nur wenigen Volt anlegten, konnten sie den magnetischen Schalter „zum Kippen“ bringen, ihm also beibringen, sich die Information „0“ oder „1“, „Ja“ beziehungsweise „Nein“ zu merken. Auch fanden sie einen Weg, diese Information wieder auszulesen.

„Gegenüber anderen Konzepten konnten wir die Spannung um den Faktor 50 reduzieren“, sagt Tobias Kosub vom HZDR, der das Projekt wesentlich vorangetrieben hatte. „Dadurch können wir ein Bit schreiben, ohne dass das Bauteil viel Energie verbraucht und sich aufheizt.“ Zusammen mit ihren Kollegen aus Basel wollen die Dresdner nun ihren „AF-MERAM“-Prototypen weiterentwickeln: damit er künftig auch bei verschiedenen Temperaturen funktioniert und sich mehr als nur eine Null oder eine Eins merken kann. „Es wird spannend sein, zu verfolgen, wie sich dieser neue Ansatz im Verhältnis zur etablierten Silizium-Technologie in Zukunft positionieren wird“, betonte Prof. Oliver G. Schmidt vom beteiligten Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW).

Von DNN

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