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Dresdner demonstrieren erneut gegen Abschiebung einer armenischen Familie

Hechtviertel Dresdner demonstrieren erneut gegen Abschiebung einer armenischen Familie

Mehr als 200 Anwohner und Sympathisanten demonstrierten am Freitagnachmittag erneut gegen die Abschiebung einer armenischen Familie, die seit elf Jahren in Deutschland lebt.

Die Demonstranten, darunter viele Familien mit Kindern, zogen vom Bischofsweg über die Rudolph-Leonhard-Straße zur Wohnung der Familie.
 

Quelle: Hauke Heuer

Dresden. Mehr als 200 Anwohner und Sympathisanten demonstrierten am Freitagnachmittag erneut gegen die geplante bzw. in Teilen bereit vollzogene Abschiebung einer armenischen Familie, die seit elf Jahren in Deutschland lebt. Die Demonstranten, darunter viele Familien mit Kindern, zogen vom Bischofsweg über die Rudolph-Leonhard-Straße zur Wohnung der fünfköpfigen Familie im Dresdner Hechtviertel.

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Dresdner demonstrieren erneut gegen Abschiebung einer armenischen Familie

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Dort waren die Familienmitglieder am Montagabend von der Polizei abgeholt worden. Der Vater und die zwei Söhne wurden bereits ausgeflogen. Die Mutter kam aufgrund gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus. Von der zehnjährigen Tochter fehlt weiter jede Spur. Die Familie aus Armenien hatte 2006 bei der Einreise den Irak als Herkunftsland angegeben. Die Täuschung war 2014 aufgeflogen, alle Anträge auf Aufenthaltsgenehmigung und Asyl sind abgelehnt worden.

Bereits am Montagabend hatte es heftigen Protest gegen die Abschiebung gegeben. „Wir hoffen, dass die Verantwortlichen unsere Stimme hören und dass die Gesellschaft von diesen Menschen profitieren will und kann“, sagte Guido Richarts, ein Nachbar der Familie und Anmelder der Veranstaltung, die vom Flüchtlingsrat unterstützt wird. Andere beschrieben die Familie als gut integriert und freundlich. Ob es weitere Demonstrationen geben wird, stand am Freitag noch nicht fest. Der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU) sagte im DNN-Interview, er vermisse in diesem Fall humanitäres Augenmaß.

Von hh/fs

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Nach einer Demonstration haben Anwohner des Hechtviertels Blumen, Kerzen und Schilder für die armenische Familie niedergelegt.

Die beim Sächsischen Ausländerbeauftragten angesiedelte Härtefallkommission nimmt sich tatsächlich dem Schicksal der getrennten und teilweise abgeschobenen armenischen Familie aus dem Dresdner Hechtviertel an (DNN berichteten). Der vom sächsischen Flüchtlingsrat eingebrachte Antrag werde nun „offiziell beraten“, hieß es.

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