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Dresdner borgen weniger Bücher aus

Zu unaktuell: Dresdner borgen weniger Bücher aus

Die Haushaltssperre im vergangenen Jahr hat die Leistungsbilanz der Städtischen Bibliotheken Dresden ins Minus gezogen. Als Grund identifiziert Arend Flemming, der Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden, die Ausgabensperre. Es fehlt an aktuellen Büchern.

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Arend Flemming rechnet 2017 mit einer besseren Bilanz.
 

Quelle: Foto: Anja Schneider

Dresden.  Die Haushaltssperre im vergangenen Jahr hat die Leistungsbilanz der Städtischen Bibliotheken Dresden ins Minus gezogen. Dies hat zumindest Arend Flemming, der Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden, bei einem Besuch in Gorbitz eingeschätzt.

Denn die erfolgsgewohnten Bibliotheken zählten im Jahr 2016 „nur“ noch 5,46 Millionen Entleihungen und damit 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Hauptgrund sieht Flemming in der Ausgabensperre aus dem Rathaus – die habe dafür gesorgt, dass die Bibliotheken vor allem in der ersten Jahreshälfte 2016 kaum neue Bücher in die Regal stellen könnten. „Wenn Sie keine neuen Bücher nachschieben können, hat das Folgen für die Entleihungen“, sagte er.

Für dieses Jahr sieht er die Lage schon wieder optimistischer: Einerseits hätten die Bibliotheken vom Stadtrat einen „fairen Etat“ versprochen bekommen, betone der Direktor. Andererseits verspricht sich Arend Flemming auch einen Schub, wenn die neue Zentralbibliothek im Kulturpalast startet. Auch der Eröffnungstermin steht nun fest: Sie soll am 29. und 30. April 2017 mit einem gewissermaßen lese-offenen Wochenende eröffnen, kündigte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) an. Die neue Zentralbibliothek soll die bisherige Haupt- die Musik- und die Jugendbibliothek „medien@age“ bündeln. Als Chefin hat der Direktor Marit Kunis-Michel auserkoren, die bisher die Arbeitsgruppe für Ausländer-Integration geleitet hatte.

Zwar hat sich Flemming inzwischen von der Idee verabschiedet, im Kulturpalast sofort mit völlig neuen Angeboten für Leser und andere Nutzer zu starten. Aber der Kurs steht schon fest. Die Zentralbibliothek soll eine Bibliothek neuen Typs sein: nicht nur ein Ort, der Bücher verwaltet und verleiht. Sondern ein kultureller, sozialer und generationenübergreifender Mittelpunkt für den urbanen Menschen von heute, der sich Bildung sowohl digital als auch im Disput mit anderen aneignet – an einem Bildungsfokus wie eben einer Zentralbibliothek, wenn es nach Arend Flemming geht.

Absehbar ist auch, dass digitale Angebote und neue Veranstaltungsformate eine wachsende Rolle für die Bibliotheken der Zukunft spielen werden. Das spiegelt sich schon längst in den Leistungsbilanzen der Bibliotheken: Während die Entleihungen klassischer Medien seit Jahren stagnieren oder gar schrumpfen, legen die digitalen Ausleihen stark zu. Auch verzeichnete die Internet-Filiale der Städtischen Bibliotheken Dresden, die „eBibo“ 206.864 Medien-Downloads. Damit macht die Ausleihe von eBooks und anderen digitalen Medien damit zwar erst knapp vier Prozent der Gesamtausleihen aus. Aber das Wachstum ist enorm: Während die klassischen Medien seltener geliehen werden, legten die eBibo-Ausleihen um über ein Fünftel zu. Tendenz: weiter stark steigend.

Von Heiko Weckbrodt

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