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Lokales Dresdner befürchten Altersarmut - DNN-Barometer: Mehrheit legt privat etwas für später zurück
Dresden Lokales Dresdner befürchten Altersarmut - DNN-Barometer: Mehrheit legt privat etwas für später zurück
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20:28 09.09.2015

Das geht aus einer Umfrage des TU-Instituts für Kommunikationswissenschaft ("DNN-Barometer") unter 476 Dresdnern im Auftrag der DNN hervor.

Von Heiko Weckbrodt

An die schon 1997 viel belächelte Prognose von Ex-Sozialminister Norbert Blüm (CDU), "Die Rente ist sicher", glaubt demnach nur noch eine kleine Minderheit. So sind 61 Prozent der Dresdner überzeugt, dass ihre gesetzliche Rente, für die sie ein Arbeitsleben lang Beiträge gezahlt haben, später nicht ausreichen wird, um davon zu leben. Weitere 20 Prozent meinen: Es wird knapp.

Pessimismus sinkt mit Alter

Allerdings sinkt der Pessimismus mit dem nahenden Renteneintritt: Während 67 Prozent der jungen Erwachsenen davon ausgehen, dass ihre Rente nicht hinreichen wird, teilen die Dresdner jenseits der 60 Jahre nur noch zu 39 Prozent diese Meinung.

Das korrespondiert auch mit der tatsächlichen Altersarmut, wie sie sich heute in den offiziellen Statistiken spiegelt: Demnach ist weniger als ein Prozent der Dresdner Rentner so arm, dass sie Stütze von Bund und Kommune, die sogenannte "Grund- sicherung", beziehen. Andererseits wächst der Kreis der Stütze-Empfänger. Und das Sozialamt rechnet auch künftig mit steigenden Fallzahlen - allerdings nicht in einem drastischen Umfang.

Riester-Rente besonders beliebt

Viele Dresdner wollen lieber auf "Nummer sicher" gehen und sparen daher privat noch extra was fürs Alter an. Dies erklärten jedenfalls 73 Prozent der Befragten. Und wer dies jetzt noch nicht tut, liebäugelt zumindest mit dem Gedanken (40 Prozent der "Noch-nicht-Sparer").

Anders als vielerorts im Westen - aber ähnlich wie fast überall in Ostdeutschland - spielen in der privaten Zusatzvorsorge der Dresdner die Betriebsrenten kaum eine Rolle - nur 17 Prozent der "Extra-Sparer" können auf diesem Weg vorsorgen. Fast die Hälfte (47 Prozent) setzt auf die Riester- und Rürup-Rente, die im Kern freiwillige Zusatzbeiträge der Arbeitnehmer vorsieht, die durch staatliche Zulagen aufgestockt werden.

Weitere 16 Prozent setzen für die Extra-Altersvorsorge auf Immobilienfonds, 15 Prozent aufs Sparbuch, 14 Prozent auf Lebensversicherungen, aber nur fünf Prozent auf - spekulativere - Aktienfonds.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2012

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