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Dresdner Züchter stellen neue Apfelsorte ’Joachim Gauck’ vor

Apfeltag in Pillnitz Dresdner Züchter stellen neue Apfelsorte ’Joachim Gauck’ vor

Große, scharlachrote Früchte mit einem ausgeglichenen bis süßlichem, leicht säurebetontem Geschmack bringt die neueste Kreation der Pillnitzer Obstzüchter hervor. Wer sich über die neue Apfelsorte – getauft auf den Namen des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck – informieren möchte, sollte am 7. Oktober zum Apfeltag nach Pillnitz kommen.

Apfelbaum der neuen in Dresden gezüchteten Sorte ’Joachim Gauck’.

Quelle: Andreas Peil/JKI

Dresden. Die Pillnitzer Obstzüchter des Julius-Kühn-Institutes (JKI) haben eine neue Apfelsorte auf den Markt gebracht. Zum Apfeltag am 7. Oktober in Dresden-Pillnitz bietet eine Baumschule, die die Lizenz zur Vermehrung hat, neben anderen Pillnitzer Obstsorten auch einige Bäumchen dieser neuesten Pillnitzer Züchtung an.

Benannt ist sie nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Mitarbeiter im Schloss Bellevue hatten sich um die Namensnennung bemüht, um ihrem Dienstherren beim Abschied im März dieses Jahres eine ganz besondere Freude zu bereiten.

Wer will, kann nun diese Dresdner Sorte zu sich in den Garten holen. Sie bringt große, scharlachrote Früchte hervor. Der Geschmack ist „ausgeglichen bis süßlich mit leichter Säurebetonung“, beschreibt es das Julius-Kühn-Institut. Durch ihre Robustheit, die ausgezeichneten Fruchteigenschaften, die Widerstandsfähigkeit gegen Schorf und Feuerbrand und die geringe Empfindlichkeit für Mehltau sei ‘Joachim Gauck’ die ideale Sorte für jeden Kleingarten.

Der Apfeltag in Pillnitz findet in diesem Jahr zum 13. Mal statt. Veranstalter ist das „Grüne Forum Pillnitz“. In diesem haben sich das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), das Julius-Kühn-Institut, die Hochschule für Technik und Wirtschaft und die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen zusammengeschlossen. Ziel ist, gemeinsam Forschungsergebnisse zu präsentieren, Veranstaltungen durchzuführen und in Ausbildung und Lehre zusammenzuarbeiten.

Zwischen 800 und 900 Besucher nutzen jedes Jahr das Informationsangebot zum Apfeltag. Der bietet auch in diesem Jahr wieder Gelegenheit, Apfelsorten bestimmen zu lassen, zu verkosten und sich zur Obstsortenwahl und zu Pflanzenschutzmaßnahmen beraten zu lassen. Zudem kann man an Führungen im Versuchsfeld und in der Genbank des Julius-Kühn-Institutes teilnehmen und sich über die Obstzüchtung in Pillnitz informieren. „Gezüchtet wird mit der klassischen Kreuzungszüchtung und der nachfolgenden Selektion“, so JKI-Sprecherin Gerlinde Nachtigall. Forschungsschwerpunkt beim Apfel sei die Züchtung von Sorten, die lecker schmecken und eine gute Fruchtqualität haben, aber auch gegen die Krankheiten Schorf, Mehltau bzw. Feuerbrand resistent sind. Denn so könne der Einsatz von Mitteln gegen Pilzkrankheiten bzw. gegen Bakterien verringert bzw. ganz vermieden werden.

Programm zum 13. Pillnitzer Apfeltag

Zeit: Sonnabend, 7. Oktober 2017, 10-17 Uhr

Ort: Lohmener Str. 10, 01326 Dresden | Tor 1, Gewächshaus des JKI | Buslinie 63/Haltestelle Lohmener Str.; Parkplätze sind nur begrenzt vorhanden

Programm: vor Ort Saft pressen durch die „Mobile Kelterei“ (nur, wenn man sich vorab online einen Termin geholt hat unter www.apfel-paradies.de), außerdem Informationen rund um Apfel und Birne mit Führungen im Versuchsfeld, Apfelsortenbestimmung durch einen Pomologen, Verkostung, Pflanzenschutzberatung, Beratung zur Apfelsortenwahl im Kleingarten, Informationen der Grünen Liga Osterzgebirge e. V., Verkauf von Bäumen der Pillnitzer Sorten und vielem mehr

Von Catrin Steinbach

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