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Dresdner Zeichen der Solidarität mit Deniz Yücel

#freedeniz Dresdner Zeichen der Solidarität mit Deniz Yücel

Knapp 100 Dresdner Journalisten haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für Pressefreiheit und gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel gesetzt. Im Innenhof des Zwingers versammelten sie sich, um ihre Solidarität mit dem Kollegen und über 100 weiteren in der Türkei inhaftierten Journalisten zu bekunden.

Knapp 100 Dresdner Journalisten haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für Pressefreiheit und gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel gesetzt.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Knapp 100 Dresdner Journalisten haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für Pressefreiheit und gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel gesetzt. Im Innenhof des Zwingers versammelten sie sich, um ihre Solidarität mit dem Kollegen und über 100 weiteren in der Türkei inhaftierten Journalisten zu bekunden.

Knapp 100 Dresdner Journalisten haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für Pressefreiheit und gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Welt

Knapp 100 Dresdner Journalisten haben am Donnerstagmittag ein Zeichen für Pressefreiheit und gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel gesetzt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Yücel ist seit etwa zwei Wochen in der Türkei inhaftiert. Ihm wird Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Regierungsnahe türkische Medien verunglimpften den Journalisten und rückten ihn in die Nähe von Terroristen. Die Zeitung „Star“ schrieb am Donnerstag auf ihrer Titelseite: „Kein Journalist - PKK-Auftragsmörder“ (PKK tetikcisi). Nach der Definition der Gesellschaft für türkische Sprache bezeichnet das Wort „tetikci“ einen Auftragsmörder, es kann sinngemäß aber auch als Marionette verstanden werden.

Die Zeitung, deren Text auch andere Medien wortgleich übernommen haben, verwendet dabei auch ein Foto, das einen Auftritt Yücels bei einer PKK-Veranstaltung in Deutschland zeigen soll. Dabei handelt es sich aber um eine Aufführung von „ Hate Poetry“, auf der deutsche Journalisten mit Migrationshintergrund rassistische Hetzbriefe vorlesen, die sie erhalten.

Yücel selbst äußerte sich Mitte der Woche in einem Brief an seine Freunde und Unterstützer, den die „Welt“ am Donnerstag veröffentlichte. Nach 13 Tagen in Polizeigewahrsam wurde er in ein reguläres Gefängnis überstellt.

Der Brief von Deniz Yücel aus dem türkischen Gefängnis

Hallo Welt,

nach 13 Tagen in Polizeihaft bin ich nun im Gefängnis Istanbul-Metris. Es mag sich merkwürdig anhören, aber mir kommt es so vor, als hätte ich ein kleines Stück meiner Freiheit zurückgewonnen: Tageslicht! Frische Luft! Richtiges Essen! Tee und Nescáfe! Rauchen! Zeitungen! Ein echtes Bett! Eine Toilette für mich alleine, die ich aufsuchen kann, wann ich will. Tagsüber - wenn ich will - Küche und Hof mit einer Handvoll politischer Häftlinge, abends eine Zelle für mich allein. Hier werde ich nicht lange bleiben, aber es ist okay. Und obwohl sie mich meiner Freiheit beraubt, bringen mich das Verhör und die Urteilsbegründung noch immer zum Lachen. Ich muss jetzt abbrechen. Aber ich danke allen Freunden, Verwandten, Kollegen, und allen, die sich für mich einsetzen. Glaubt mir: Es tut gut, verdammt gut.

Herzlich, Deniz

Neben Journalisten und Bürgern fordern auch zahlreiche Politiker vehement die Freilassung Yücels. „Unabhängiger Journalismus muss existieren können, Journalisten müssen ihre Arbeit machen können“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Politischen Aschermittwoch der CDU Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch in Demmin. Die Bundesregierung werde alles in ihrer Macht stehende tun, um auf eine Freilassung Yücels hinzuwirken. Trotz massiven Drucks auf die Türkei gab es bisher aber keinerlei Anzeichen für ein Einlenken Ankaras.

Von sl/dpa

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