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Lokales Dresdner Wohnungsgenossenschaften ziehen Bilanz
Dresden Lokales Dresdner Wohnungsgenossenschaften ziehen Bilanz
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17:38 18.04.2018
Wohnungsgenossenschaftsvorstände ziehen am Bauprojekt „Kräuterrassen“ in Gorbitz Bilanz und kündigen den „Dresdner Sport- und Familientag an. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 „Das Leben in Dresdner Wohnungsgenossenschaften ist sehr angesagt“. Was Jürgen Hesse, der Vorstand der „Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden“ (EWG) am Mittwoch bei der gemeinsamen Bilanz des Zusammenschlusses „Dresdner Wohnungsgenossenschaften“ (DWG) sagt, belegen die Zahlen der acht großen Dresdner Wohnungsgenossenschaften. Im vergangenen Jahr erreichte die Mitgliederzahl mit rund 66 800 einen neuen Rekordwert. Damit übersteigt die Mitgliederzahl die insgesamt rund 60 200 verfügbaren Genossenschafts-Wohnungen.

Der Grund: Nach den Erfahrungen der Vorstände schließen Eltern Mitgliedschaften für ihre Kinder ab oder Menschen, die Dresden verlassen, bleiben Mitglied um bei einer möglichen Rückkehr schneller wieder eine neue Wohnung in einer Genossenschaft finden zu können.

Sehr geringe Lehrstandsquote

Die Leerstandsquote bewegt sich auf einem Rekordtief zwischen 0,47 bis 3,3 Prozent der Wohnungen, die sanierungsbedingten und gewollten Leerstand einschließt. In der gesamten Landeshauptstadt bewegt sich die Leerstandsquote um sechs Prozent.

Seit der Gründung der DWG im Jahr 2006 haben die Wohnungsgenossenschaften noch nie so viel Geld für Instandsetzung, Modernisierung und Neubau investiert. Von insgesamt 122 Millionen Euro flossen rund 75 Prozent in die Instandhaltung. Mit den übrigen rund 37 Millionen Euro wurden Neubau-Projekte angeschoben. Im laufenden Jahr sollen insgesamt 176 Wohnungen fertiggestellt werden. Besonders gefragt seien momentan große Wohnungen für Familien, berichtet Hesse.

Mietspanne von 4,80 Euro bis 10,50 Euro

 Die Mietspanne reicht von 4,80 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter in einem teilsanierten Plattenbau bis zu 10,50 Euro kalt pro Quadratmeter für den Erstbezug in einem Neubau. Die Durchschnittsmiete für Genossenschaftsmitglieder variiert aktuell je nach Genossenschaft zwischen 5,23 und 5,65 Euro kalt und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um ein paar Cent angestiegen. Im Durchschnitt zahlen Dresdner 6,09 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete.

„Aber die Wohnungsgenossenschaften sind kein Selbstläufer“, sagt Gita Müller. Sie ist eine der Vorstände in der „Wohnungsgenossenschaft Aufbau Dresden“ (WAG), mit aktuell rund 17­ 000 Wohnungen die größte der Landeshauptstadt. Dieses Jahr plant die WAG Investitionen von rund 42 Millionen Euro. Damit soll unter anderem der Brandschutz verbessert werden. Eine Herausforderung wird die geplante Sanierung des 17-Geschossers an der Rathener Straße.

Viele Neubauten geplant

Dresdens zweitgrößte Wohnungsgenossenschaft „Glückauf Süd Dresden“ (WGS) will 2018 rund 25 Millionen in die Hand nehmen. Die große Herausforderung sieht Vorstand Christoph Menzel darin, geeignete Firmen für die großen Bau- und Sanierungsvorhaben zu finden.

Für die EWG steht dieses Jahr der Neubau der „Kräuterterrassen“ in Gorbitz im Mittelpunkt. Hier sollen 184 Wohnungen entstehen, die ersten 66 sollen um Weihnachten bezugsfertig sein. „Der Dresdner Wohnungsmarkt ist aushaltbar“ sagt Thomas Dittrich von der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ). Die langen Wartelisten für Genossenschaftswohnungen, wie die rund 100 Bewerbungen für das Striesener „Zukunftshaus“ mit 14 Wohnungen kämen auch dadurch zu Stande, dass sich Mieter schon bewerben würden, sobald ein Hinweisschild an der Baustelle steht ohne das fertige Haus zu kennen und später wieder abspringen.

Und noch einen Trend erkennen einige Mitglieder des Dachverbands DWG: Die Mieter werden selektiver und suchen sehr gezielt nach passenden Wohnungen.

Sport- und Familientag

Nicht nur für Mieter der Wohnungsgenossenschaften veranstaltet die DWG traditionell den „Dresdner Sport- und Familientag“. Die neunte Auflage findet dieses Jahr am 3. Juni auf der Cockerwiese am Großen Garten statt. Dieses Jahr stehen Balance- und Geschicklichkeitsspiele im Mittelpunkt.

Von Tomke Giedigkeit

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