Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Wissenschaftler sehen Erfolg in der Diabetes-Forschung
Dresden Lokales Dresdner Wissenschaftler sehen Erfolg in der Diabetes-Forschung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 24.10.2017
Dresdner Wissenschaftler sehen Erfolg in der Diabetes-Forschung Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden setzten bei der Diabetes-Forschung auf Zellen von Schweinen. Wie die „Sächsische Zeitung“ am Dienstag berichtete, ist es TU-Forschern erstmals gelungen, Rhesusaffen ein künstliches Organ mit Schweinezellen einzupflanzen. Das fünf Zentimeter große Gerät ersetze im Affen die Bauchspeicheldrüse, die Insulin produziert. Die in dem künstlichen Organ eingeschlossenen Spenderzellen hätten auch noch nach einem halben Jahr funktioniert: „Stieg der Zuckerspiegel im Blut, fingen sie an Insulin zu produzieren“, hieß es.

Laut Zeitungsbericht haben die Dresdner den Bioreaktor gemeinsam mit einer Biotech-Firma aus Israel entwickelt: „In die kleine Kammer werden insulinproduzierende Spenderzellen eingeschlossen und durch Sauerstoff am Leben erhalten. Rundherum ist eine Membran. Ähnlich dem Prinzip einer Regenjacke kommt Insulin nach draußen, die Immunzellen aber nicht von außen an die fremden Zellen heran.“ Da menschliche Spenderzellen nicht im benötigten Maß zur Verfügung stehen, sei es schon seit Jahren das Ziel, Schweinezellen als Ersatz zu testen.

Die Studie aus Dresden wird nun von Instituten geprüft. Erst danach soll feststehen, ob schon bald klinische Versuche mit Patienten zugelassen werden. „Schweinzellen im Menschen sind Neuland für die Behörden“, erklärte der Dresdner Professor Stefan R. Bornstein. Er sei aber zuversichtlich, dass der Bioreaktor Erkrankten schon in einigen Jahren helfen kann. In Deutschland leiden acht Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neun Monate, zur Bewährung ausgesetzt, und 600 Euro Schmerzensgeld, Sebastian H. schluckte doch, als er das Urteil hörte. Der 29-Jährige war am Ende der Verhandlung im Amtsgericht sehr kleinlaut, im Gegensatz zum Prozessauftakt, wo er sich ziemlich siegessicher gab.

24.10.2017

Das Dresdner Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat gestern routinemäßig flache Stellen im Flussbett der Elbe beseitigt. Dadurch soll der sichere Verkehr auf dem Wasser ermöglicht werden. Doch die Maßnahme ist nicht unumstritten.

24.10.2017

Der frühere DDR-Bürgerrechtler Frank Richter hat die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung mit einer Sekte verglichen. Diese Wahrnehmung betreffe das Phänomen im Ganzen, nicht unbedingt den einzelnen Menschen.

24.10.2017
Anzeige