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Lokales Dresdner Wasserwacht bildet für Hochwasserkatastrophen aus
Dresden Lokales Dresdner Wasserwacht bildet für Hochwasserkatastrophen aus
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17:42 09.09.2015
Die Wasserwacht im Einsatz auf der Elbe. Quelle: Wasserwacht

Am Mittwoch stellten die sächsischen Rettungsschwimmer ihre Jahresbilanz vor. Dank des Ausbleibens von Hochwasserpegelständen hatten sie in Dresden relativ wenig zu tun.

In 477 Einsatzstunden sorgten die Rettungsschwimmer der Ortsgruppe Dresden in diesem Jahr für die Sicherheit in den Freibädern Cossebaude, Mockritz, Wostra und Cotta. Darüber hinaus wurden das Elbeschwimmen, das Drachenbootrennen und das Elbhangfest abgesichert. Zweimal mussten sich die Schwimmer in Rot in die Fluten werfen, um einen Badegast vor dem Ertrinken zu retten – beide Fälle ereigneten sich im Juli und im August in Cossebaude. Einziger Toter in den Dresdner Gewässern: Ein Mitarbeiter der Sächsischen Dampfschifffahrt, der infolge eines Herzinfarktes von der „Leipzig“ fiel und in der Nähe der Augustusbrücke von seinen Kollegen aus dem Wasser gezogen wurde (DNN berichteten).

Auch in Reaktion auf das Hochwasser im vergangenen Jahr hat die Sächsische Wasserwacht ihre Ausbildung von Fließwasserrettern intensiviert. 90 Rettungsschwimmer erhielten in diesem Jahr landesweit eine Spezialausbildung, die sie befähigt – etwa mit speziellem Gurtzeug, oder Wurfsäcken – Rettungen aus Bächen und Flüssen durchzuführen. In der Vergangenheit musste hier oft ein Helikopter zur Hilfe gerufen werden. Die Wasserwachten in Sachsen und Bayern sind seit 2010 Vorreiter im Erlangen dieser Qualifikationen. Nun ziehen die anderen Bundesländer nach. Auch über neue Technik konnten sich die Rettungsschwimmer freuen. In der vergangenen Saison kam erstmals das neue Rettungsboot „Elke Henker“ zum Einsatz.

Die insgesamt relativ geringe Zahl an Einsätzen relativiert sich, wenn man das Engagement vieler Dresdner Rettungsschwimmer an der Ostseeküste insbesondere auf Usedom betrachtet. Hier waren während der Saison 15 Dresdner Rettungsschwimmer im Einsatz. Insgesamt waren die Rettungsschwimmer aus Sachsen an 60 Wasserrettungseinsätzen beteiligt.

Hauke Heuer

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