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Lokales Dresdner Verkehrsmuseum sucht Geschichten um 60 Jahre MZ
Dresden Lokales Dresdner Verkehrsmuseum sucht Geschichten um 60 Jahre MZ
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08:54 28.10.2016
Dem sechsjährigen Julien Bussler aus Hessen hat es das flotte MZ-Polizeimotorrad angetan. Quelle: Peter Weckbrodt
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Dresden

Was verbinden Sie mit dem Namen „MZ“? Wie sind Sie an Ihre Maschine vom Typ MZ gekommen? Was haben Sie Aufregendes mit Ihrer „MZ“ erlebt, welche Reisen unternommen? Oder besitzen Sie sogar ein besonderes Exemplar, das es so nicht zu kaufen gab und welches Sie dem Verkehrsmuseum für die Dauer einer Sonderausstellung überlassen würden? Das sind die vom Kustos für Straßenverkehr des Dresdner Verkehrsmuseums, Thomas Giesel, an alle MZ-Freunde gestellten Fragen.

Das steht zweifellsfrei fest: Das Markenzeichen MZ steht für ein Stück DDR-Geschichte. Mit MZ, dem legendären Zweitakter der DDR, verbinden sich für Erinnerungen an spannende Motorradrennen auf dem Sachsenring, aber auch ganz individuelle Erinnerungen einstiger MZ-Besitzer an erlebnisreiche Ausfahrten mit dem edlen Stück. Mit oder ohne Beiwagen, die MZ war der Stolz vieler Familien.

Gleich zwei Jubiläen stehen im kommenden Jahr an: Vor 95 Jahren wurde in Zschopau das erste motorisierte Zweirad gebaut. Vor 60 Jahren wurde hier der neue Markenname „MZ“ aus der Taufe gehoben.

Zschopau gilt als Wiege und Hochburg des Motorradbaus in Deutschland. Für die heutige Generation von Motorradfahrer ist es kaum vorstellbar, dass Zschopau zeitweise die größte Motorradfabrik der Welt beherbergte.

1922 wurde hier das erste motorisierte Zweirad gebaut, das schnell zu einem Verkaufshit wurde. In DDR-Zeiten dominierten neben der tschechischen Jawa die Zschopauer Zweitakter das Motorradstraßenbild. Mit der Wende in der DDR verschwanden die MZ-Kräder nach und nach auch aus dem Dresdner Straßenverkehr. Noch immer sind aber gegenwärtig in Dresden beachtliche 989 MZ-Motorräder zugelassen.

Aus Anlass des Doppel-Jubiläums bereitet das Verkehrsmuseum Dresden die Sonderausstellung „Trophys & Trophäen, Motorräder aus Sachsen 1952-2005“ vor. Sie wird am 29. November eröffnet und geht bis zum 19. März 2017. Natürlich wird es der Ausstellung an hochinteressanter MZ-Technik, teils bisher nie Gesehener, nicht mangeln. Um ihr auch MZ-Leben einzuhauchen, ist das Museum auf der Suche nach interessanten Geschichten und Erinnerungen, Anekdoten und Fotos rund um die Traditionsmarke. Giesel hält auch ein kleines Dankeschön für alle Einsender zu seinen Anfragen bereit: Sie können die Ausstellung kostenlos besuchen.

Service: Zuschriften zur Sonderausstellung „Trophys & Trophäen, Motorräder aus Sachsen 1952- 2005“ bis zum 1. November an

Verkehrsmuseum Dresden gGmbH, HerrnThomas Giesel, Augustusstraße 1, 01067 Dresden, oder thomas.giesel@verkehrsmuseum-dresden.de, Kennwort: MZ-Story.

Von Peter Weckbrodt

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