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Dresdner Verkehrsbetriebe wollen nachts mehr Bahnen einsetzen

Nahverkehr Dresdner Verkehrsbetriebe wollen nachts mehr Bahnen einsetzen

Die Dresdner Verkehrsbetriebe werden an Wochenenden nachtaktiver: An Wochenenden und in den Nächten zu Feiertagen sollen mehr Bahnen rollen, in der Woche weniger. „In der Woche ist die Nachfrage geringer, in den Nächten zum Sonnabend und zum Sonntag höher“, erklärte DVB-Sprecher Falk Lösch auf DNN-Anfrage.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe werden an Wochenenden nachtaktiver.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe werden an Wochenenden nachtaktiver: An Wochenenden und in den Nächten zu Feiertagen sollen mehr Bahnen rollen, in der Woche weniger. „In der Woche ist die Nachfrage geringer, in den Nächten zum Sonnabend und zum Sonntag höher“, erklärte DVB-Sprecher Falk Lösch auf DNN-Anfrage.

„Der Freizeitverkehr weist seit Jahren einen wachsenden Anteil an den Verkehrszwecken auf“, heißt es vollendetem Verwaltungsjargon in einer Vorlage für die Stadträte. Die klare Botschaft dahinter: Vor allem immer mehr junge Menschen würden die Angebote der DVB nutzen. Das ist natürlich gut so, nicht wenige werden damit auf die Fahrt mit dem eigenen Auto verzichten. Partyzeit ist vor allem das Wochenende und damit hält das DVB-Angebot offensichtlich noch nicht richtig Schritt. Die Fahrgastzahlen im Abend- und Nachtverkehr würden sich zwischen den Wochen- und Wochenendnächten stark unterscheiden, teilweise sind sie an den freien Tagen dreimal so hoch wie an den Arbeitstagen. Darauf wollen die Verkehrsbetriebe reagieren und gleichzeitig durch eine klarere Fahrplanstruktur die Zufriedenheit mit dem Abend- und Nachtverkehr bei den Fahrgästen erhöhen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsenen sollen als Nutzer des öffentlichen Nahverkehr gehalten und deren Abwanderung zum „motorisierten Individualverkehr“ vermieden werden. Die Änderungen dürften jedoch bei den DVB grundsätzlich nicht zu höheren Kosten führen.

Kernstück des Nachtverkehrs sind die sogenannten „Postplatztreffen“. Zu regelmäßigen Zeiten starten vom Postplatz aus Bahnen in alle Bereiche der Stadt und finden Anschluss in die Region rund um Dresden. Hier wollen die Verkehrsbetriebe ansetzen. Von 22:45 bis 0:45 Uhr fahren die Nachlinien am Postplatz die ganze Woche im Halbstundentakt. Von Sonntag bis Donnerstag soll es dann immer zur Minute 45 im Stundentakt weitergehen. Gegenwärtig fahren die Bahnen 25, 35 oder auch zur 15. Minute ab. Künftig wären die Abfahrtszeiten einprägsamer. Bei den Abfahrtszeiten 1:45, 2:45 und 3:45 Uhr würde das Postplatztreffen 1:15 Uhr in der Woche entfallen.

Mit den dadurch eingesparten Ressourcen an Bahnen und Personal wollen die Verkehrsbetriebe das Angebot an den Wochenenden verstärken. Von Freitag zu Sonnabend, von Sonnabend zu Sonntag und vor Feiertag sollen die gesamte Nacht hindurch im Halbstundentakt (jeweils 15. und 45. Minute) Bahnen am Postplatz starten. Nach den Angaben des DVB-Sprechers sollen die Änderungen zum Fahrplanwechsel im April 2018 umgesetzt werden. Die Nachtbusleistungen in der Region rund um Dresden sollen mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) abgestimmt werden.

Von Ingolf Pleil

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