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Auto & Verkehr Dresdner Verkehrsbetriebe sehen sich für Fahrgastzuwachs (noch) gut gerüstet

Debatte um Fahrverbote Dresdner Verkehrsbetriebe sehen sich für Fahrgastzuwachs (noch) gut gerüstet

Die Diskussion um Fahrverbote nimmt zu. Gerichte drohen mit dem Rauswurf von Diesel-Pkw. Auch Dresden will mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Die DVB sehen sich  gerüstet.

Die DVB sehen sich für steigende Passagierzahlen gut gerüstet.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sehen sich in der Debatte um mögliche Fahrverbote für Diesel-Pkw gut gerüstet. Das Unternehmen registriere bereits jetzt steigende Fahrgastzahlen. In diesem Jahr rechnet DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach mit bis zu 160 Millionen Fahrgästen. Bis zu 180 Millionen Passagiere im Jahr seien mit den jetzigen Strukturen zu verkraften, sagte er am Dienstag auf einer Diskussionsrunde des Verkehrsclubs Deutschland.

Die Diskussionsrunde im Verkehrsmuseum

Die Diskussionsrunde im Verkehrsmuseum.

Quelle: sl

Um noch mehr Passagiere durch die Stadt zu fahren, sei dann aber Vorlauf nötig. Um neue Busse zu kaufen, reiche ein dreiviertel Jahr, so Hemmersbach. Für eine neue Straßenbahnstrecke samt zusätzlicher Bahnen müsse man aber mit zehn Jahren Planungs- und Bauzeit kalkulieren, sagte er. Aktuell sollte eigentlich in Strehlen gebaut werden, doch nach einem Rechtsstreit liegen die Bauarbeiten an der Oskarstraße länger auf Eis. In Planung ist zudem eine neue Straßenbahnlinie von Löbtau über die TU bis nach Strehlen.

In Sachen Umweltfreundlichkeit sieht Hemmersbach sein Unternehmen bereits gut aufgestellt. Mit Straßenbahnen und S-Bahnen fahren bereits jetzt mehr als 60 Prozent des ÖPNV elektrisch. Unabhängige Messungen hätten zudem ergeben, dass die neuen Euro-6-Busse trotz Diesel nicht dreckiger sind als ein Diesel-Pkw, mit dem Unterschied, dass in einem Bus deutlich mehr Menschen von A nach B kommen.

„Fragezeichen“ sieht der DVB-Chef noch beim Thema Elektrobusse. Bei kleinen Linien haben die Dresdner mit dem Elektrobus auf der „79“ bereits erste Erfahrungen sammeln können und dabei auch die Probleme und Tücken kennen gelernt. Entsprechend ist Hemmersbach vorsichtig, wenn es um Elektrobusse für die „großen“ Innenstadtlinien geht.

Die deutschen Fahrzeughersteller hätten hier leider noch keine passenden Fahrzeuge im Angebot, beklagt Hemmersbach. Zwar gibt es Busse ausländischer Anbieter, das sei aber längst nicht immer vergnügungssteuerpflichtig, verweist er auf Probleme bei Service und Kommunikation. Die Technik sei noch nicht ausgereift. Die Busse zu kaufen und dann auf Dresdens Straßen zu testen und weiterzuentwickeln, „das überfordert uns“, warnt er.

Von Stephan Lohse

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