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Lokales Dresdner Verkehrsbetriebe können erneut bei ihren Kunden punkten
Dresden Lokales Dresdner Verkehrsbetriebe können erneut bei ihren Kunden punkten
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08:55 24.08.2018
Die DVB sind zum vierten Mal Spitzenreiter beim bundesweiten Kundenbarometer. Quelle: Archiv
Dresden

Spitzennoten für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB): Nirgendwo in Deutschland sind die Bus- und Bahnfahrer so zufrieden wie in Sachsens Landeshauptstadt. Zum vierten Mal in fünf Jahren belegen die Verkehrsbetriebe beim bundesweiten Kundenbarometer für den Öffentlichen Personennahverkehr den ersten Platz, müssen sich den Goldrang lediglich mit der Stadtwerken Münster teilen. Die DNN er­klären, warum die Dresdner bei Bus und Bahn so wenig zu meckern haben – und wo es trotz guter Noten noch Luft nach oben gibt.

Das Gesamtergebnis: Nur sechs Prozent der Kunden sind nicht zufrieden

Etwas mehr als 30 Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland ha­ben sich am diesjährigen Barometer be­teiligt. Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Kantar TNS bei den jeweiligen Einwohnern nachgefragt – in Dresden wur­den 500 Menschen ausgewählt. Das Er­gebnis spricht für sich: 61 Prozent ga­ben an, vollkommen oder sehr zufrieden mit den Angeboten der Verkehrsbetriebe zu sein. Fast alle anderen zeigen sich zufrieden, nur sechs Prozent wa­ren weniger oder gar nicht zufrieden. In einer Note ausgedrückt liegt die Gesamtzufriedenheit da­mit bei 2,28. Damit konnten die Verkehrsbetriebe die Ergebnisse aus dem Vorjahr faktisch bestätigen. Der bundesweite Durchschnittswert liegt bei 2,69 – und ist so­mit deutlich schlechter als in Dresden.

Die großen Pluspunkte: Streckennetz, Fahrplaninfos und Internetauftritt

Die Marktforscher haben die Gesamtnote aus den Ergebnissen ihrer Fragen zu beinah drei Dutzend Leistungsmerkmalen ge­bildet. In elf Kategorien landen die Verkehrsbetriebe dabei auf dem Treppchen. In den Bereich Linien- und Streckennetz sowie Fahrplaninformationen ha­­ben die Verkehrsbetriebe im Vergleich die Nase ganz vorn. Doch auch beim In­ternetauftritt, den Fahrkartenverkaufsstellen oder den Komfort an den Haltestellen sind die DVB oben dabei. In nahezu jeder Kategorie liegt Dresden über dem jeweiligen Bundesdurchschnitt. Die Sanierung und den Ausbau von Strecken und Haltestellen, die Freundlichkeit der Mitarbeiter und die digitalen Fahrplananzeigen an vielen Stationen sind aus Sicht von DVB-Marktforscher Mirko Rüde maß­gebliche Gründe dafür, dass die Verkehrsbetriebe so gut abschneiden. Und auch die neuen Ticketautomaten kommen bei den Kunden gut an.

In fast allen Kategorien liegen die Dresdner Verkehrsbetriebe (dunkelgelbe Linie) über dem Bundesdurchschnitt (hellgelbe Linie). In etlichen Einzelbereichen erreichten die DVB sogar einen Medaillenplatz. Quelle: Grafik: Dresdner Verkehrsbetriebe

Die wenigen Minuspunkte: Verpasste An­schlüsse und Infos bei Störungen

Weniger zufrieden zeigten sich die Dresdner mit dem Erreichen von An­schlussfahrten oder der raschen Information bei Störungen. „Zwar stehen wir viel besser da als der Durchschnitt, trotzdem erkennen wir noch Handlungsbedarf“, sagt der für den Betrieb zuständige DVB-Vorstand Lars Seiffert. Er kündigt an, das der Ausbau der Haltestellen mit elektronischen Abfahrtstafeln fortgesetzt werde. Zudem werde gerade ein Programm für die Leitstelle entwickelt, dass Störungsmeldungen deutlich schneller über alle Kanäle ausspielt. Bislang werden die In­formationen beispielsweise für die App oder Twitter noch jeweils gesondert versendet, was viel Zeit kostet. Zugleich wird in der DVB-Zentrale intensiv über Korrekturen der Fahrzeiten nachgedacht, um Anschlüsse beispielsweise von S-Bahnen oder Überlandbussen besser gewährleisten zu können. So könnten Bahnen und Busse am Morgen einige Minuten früher aus den Be­triebshöfen starten, um mehr Luft in den Takt zu be­kommen.

Die neue Herausforderung: Spitze bleiben trotz wachsender Fahrgastzahlen

Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben sehen sich die Verantwortlichen durch die Zahlen in ihrem Kurs bestätigt. „Wir sind mächtig stolz, auch weil wir die guten Werte in einer wachsenden Stadt mit wachsenden Fahrgastzahlen erneut er­reicht haben“, sagt Andreas Hemmersbach. Für die Zukunft geht es den DVB nicht um noch bessere Noten – sondern darum, die Werte zu halten, auch wenn es mit Blick auf den anhaltenden Wachstum der Stadt in Bus und Bahn künftig wohl noch enger werden wird. Aktuell ist da noch Platz, zugleich verweist Lars Seiffert aber auf die breiteren Bahnen, die in den nächsten Jahren unbedingt angeschafft werden müssen. Und: Wenn die Fahrgastzahlen weiter wachsen und deshalb mehr Fahrzeuge zum Einsatz kommen, steigen auch die Kosten, etwa für den Fahrdienst, die Instandhaltung und die Verwaltung, zählt Lars Seiffert auf. Kosten, die dann auch fi­nanziert werden müssen.

Von Sebastian Kositz

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