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Dresdner Verein Ajalala-zen baut im beninischen Dorf Tori-Bositto ein Zentrum für Frauen

Dresdner Verein Ajalala-zen baut im beninischen Dorf Tori-Bositto ein Zentrum für Frauen

In Benin, einem der ärmsten Länder der Welt, haben Frauen keinen leichten Stand. Die festgefahrenen patriarchischen Gesellschaftsstrukturen und eine schlechte Ausbildung versperren den meisten den Ausweg aus der Armut.

Von Hauke Heuer

Der Dresdner Verein Ajalala-zen möchte sich diesem Problem annehmen und im beninischen Dorf Tori-Bossito ein Begegnungszentrum für Frauen errichten. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, die Frauen und Mädchen in Benin dabei zu unterstützen, ein selbstständiges und unabhängiges Leben zu führen.

"Wir wollen einen Ort für die Frauen von Tori-Bossito schaffen. Dort sollen sie die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und sich mit anderen Frauen etwa beim gemeinsamen Kochen zu treffen", erklärt Vereinsvorsitzende Katharina Zodehougan ihr Anliegen. Weiterhin soll in dem Projekt ein umfangreiches Bildungsprogramm angeboten werden, denn in Benin kann nicht einmal jeder Zweite lesen oder schreiben.Auch die Aufklärung in der Aidsprävention soll eine zentrale Rolle spielen.

Ein Grundstück für den Neubau in Benin hat der Verein schon von der ansässigen Kommunalverwaltung zur Verfügung gestellt bekommen. Der Oberbürgermeister von Tori-Bossito, Michel Hindeme, hielt sich erst kürzlich dienstlich in Dresden und Kamenz auf. Die Vereinsmitglieder suchten das Gespräch mit dem Beniner und bekamen eine Freifläche.

Um sich ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können, ist Zodehougan im Oktober vergangenen Jahres nach Benin gereist. Hier hat sie eine Vertretung von circa 50 Frauen aus Tori-Bossito getroffen und sich von der Machbarkeit des Projektes überzeugen können. Zurück in Dresden sammelt der Verein nun unter dem Motto "1 Euro für Tori" Gelder, um das ehrgeizige Projekt auch umsetzen zu können.

"Der Ajalala-zen e.V. finanziert sich ausschließlich über Spenden und private Eigenmittel. Deshalb sind wir auf jeden Cent angewiesen, um unsere Vision in Benin umsetzen zu können", sagt Zodehougan und ist zuversichtlich, dass genug Mittel zusammenkommen werden. 30 000 bis 40 000 Euro werden benötigt, um die zwei geplanten Bungalows im afrikanischen Baustil zu errichten, welche auch mit Gästezimmern für das Lehrpersonal ausgestattet werden. Die laufenden Kosten sollen dann mit Fördergeldern gedeckt werden.

Schon jetzt ist der Verein mit zwei einheimischen Mitarbeitern vor Ort aktiv und vergibt Mikrokredite an die Frauen aus Tori. Dadurch bringt der Verein die Frauen in die Situation, selber ein kleines Geschäft zu gründen und sich eine eigene Existenz aufbauen zu können. Wer sich ehrenamtlich beim Ajalala-zen e.V. engagieren möchte, oder bereit ist zu spenden, der kann sich auf der Homepage des Vereins informieren.

www.ajalala.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.07.2012

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