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Dresdner Uniklinikum schreibt wieder schwarze Zahlen - 100 Millionen Euro Investitionen geplant

Dresdner Uniklinikum schreibt wieder schwarze Zahlen - 100 Millionen Euro Investitionen geplant

Das Dresdner Uniklinikum macht wieder Gewinne. Nachdem es im Jahr 2011 in die roten Zahlen gerutscht war, hat sich das Krankenhaus entgegen der bundesweiten Tendenz aus dem Minus befreit.

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Der kaufmännische Leiter des Uniklinikums Wilfried Winzer zeigt, wo der neue Verbinderbau für 68 Millionen Euro entstehen soll.

Quelle: Christian Juppe

Insgesamt 4,5 Millionen Euro konnte das Klinikum als Betriebsergebnis im Jahresabschluss 2012 verbuchen. Im Jahr davor hingegen mussten die Ökonomen die Bilanz noch mit einem Verlust von 9,5 Millionen Euro abschließen. "Endlich haben wir mit unserer operativen Geschäftstätigkeit auch unsere investiven Abschreibungen verdient", sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum. "Wir freuen uns über das rundum gute Ergebnis."

Mit dem Sprung aus den roten Zahlen gehört das akademische Krankenhaus in Dresden zu den wenigen Unikliniken in Deutschland, die keine Verluste schreiben. "Immer mehr Krankenhäuser rutschen in ein verheerendes Minus", erklärte Albrecht, der gleichzeitig erster Vorsitzender des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands ist. Während es im Jahr 2009 noch etwa 22 der 32 Uniklinika in Deutschland gelungen sei, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, seien es im Jahr 2011 nur noch elf Krankenhäuser gewesen. Im vergangenen Jahr schafften sogar nur noch drei Uniklinika, schwarze Zahlen zu schreiben. "Wir haben es hier mit einem folgenschweren Systemfehler zu tun", sagte Albrecht. "Die hohen zusätzlichen Kosten der Hochschulmedizin werden im Entgeltsystem nicht richtig abgebildet." Im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern betreuten die Uniklinika auch teure Spezialfälle, bildeten Ärzte sowie Forscher aus und hielten innovative modernste Medizintechnik für schwere und seltene Krankheiten parat.

Laut Albrecht hat der im bundesweiten Vergleich niedrige Zuschuss des Freistaates für Forschung und Lehre dazu geführt, dass die medizinische Fakultät mitfinanziert werden musste. Dresden gehörte damals mit knapp über 47 Millionen Euro zu den Schlusslichtern bei den Zuweisungen, das Universitätsklinikum in Göttingen hatte für eine ähnliche hohe Zahl an Studenten fast das Dreifache an Geld bekommen. "Wir haben elf Millionen Euro in Forschung und Lehre gesteckt, um die Defizite zu kompensieren", sagte Albrecht. Auch dies habe damals mit zu den Verlusten geführt. Innovationen und Investitionen seien jedoch enorm wichtig. "Nur so können wir langfristig exzellente Medizin auf hohem Niveau gewährleisten", sagte Albrecht. Er forderte, die Uniklinika künftig auch über das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu finanzieren und nicht wie bislang nur über die Länder und den Gesundheitsfonds.

Knapp 100 Millionen Euro plant das Dresdner Uniklinikum in den nächsten zwei Jahren zu investieren. Unter anderem soll für etwa 68 Millionen Euro am neuen Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrum ein moderner Verbinderbau mit einer chirurgischen Notaufnahme entstehen. Etwa acht Millionen Euro will das Uniklinikum in einen neuen Patientenbehandlungstrakt für das Krebszentrum investieren. Außerdem soll nächstes Jahr die erste ostdeutsche Protonentherapieanlage eröffnet werden. Mit ihr lassen sich Tumore hochpräzise bestrahlen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.06.2013

Katrin Tominski

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