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Lokales Dresdner Uniklinikum bündelt altersmedizinische Expertise
Dresden Lokales Dresdner Uniklinikum bündelt altersmedizinische Expertise
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16:26 28.02.2017
Prof. Markus Donix, Prof. Lorenz Hofbauer und Prof. Andreas Hermann (v.l.) arbeiten zusammen, um die Versorgung von betagten Menschen zu verbessern. Quelle: Uniklinikum
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Dresden

Am UniversitätsCentrum für Gesundes Altern (UCGA) des Dresdner Uniklinikums startet am Mittwoch Sachsens erste universitäre Ambulanz für ältere Patienten. Ab sofort arbeiten Spezialisten aus den Bereichen Innere Medizin, Psychiatrie und Neurologie zusammen, um betagte, mehrfach erkrankte Personen bestmöglich versorgen zu können. Vor allem Patienten, die unter Beschwerden oder bereits diagnostizieren Erkrankungen in mindestens zwei der drei Fachbereiche leiden, sollen hier Hilfe erhalten.

„Das UniversitätsCentrum ist nicht für Erkrankungen gedacht, welche durch die haus- und fachärztliche Betreuung bereits heute gut behandelbar sind“, erklärt Prof. Andreas Hermann, Bereichsleiter der Abteilung neurodegenerative Erkrankungen. Vielmehr sei die Ambulanz für Patienten geeignet, die an parallel auftretenden Erkrankungen leiden und eine fach- und kompetenzübergreifende Zusammenarbeit der Ärzte benötigen.

So sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Diabetes mellitus nur schwer zu behandeln, wenn der Patient zusätzlich an Demenz leidet. Um eine individuelle Behandlungsstrategie zu finden, arbeiten Internisten deshalb mit der Universitäts-Gedächtnisambulanz zusammen. „Im Rahmen regelmäßiger Fallkonferenzen können innerhalb der Ambulanzen Einschätzungen ausgetauscht werden – ein nicht unerheblicher Vorteil für die Patienten, deren Erkrankungen beim Facharzt getrennt voneinander behandelt werden. Hier fehlt oft der Überblick über parallel stattfindende Behandlungen“, sagt Prof. Markus Donix, Leiter der Gedächtnisambulanz.

Weitere Synergieeffekte entstehen zudem durch den Austausch der UCGA-Experten mit der Universitätsambulanz für Bewegungsstörungen, die zur Klinik der Neurologie gehört, sowie mit der Osteoporose-Ambulanz, wo Betroffene medikamentös eingestellt und betreut werden.

Von Christin Grödel

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