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Dresdner Uniklinik stärkt Brust-Chirurgie

Medizin Dresdner Uniklinik stärkt Brust-Chirurgie

Derzeit baut das Uniklinikum die Brustkorb-Chirurgie aus, um künftig mehr Patienten operieren zu können. Seit Jahresbeginn ist der Privatdozent Dr. Michael Schweigert der neue Leiter des Bereichs. Bis zur Jahresmitte sollen noch ein weiterer Oberarzt und ein Facharzt das Team ergänze

PD Dr. med. Michael Schweigert leitet seit Jahresbeginn den neu gebildeten Bereich Thoraxchirurgie an der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Dresdner Uniklinikums

Quelle: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Dresden. Derzeit baut das Uniklinikum die Brustkorb-Chirurgie aus, um künftig mehr Patienten operieren zu können. Seit Jahresbeginn ist der Privatdozent Dr. Michael Schweigert der neue Leiter des Bereichs. Bis zur Jahresmitte sollen noch ein weiterer Oberarzt und ein Facharzt das Team ergänzen. Insgesamt sichern dann sechs Fachärzte einen thoraxchirurgischer 24-Stunden-Notfalldienst im Uniklinikum ab.

Dr. Schweigert habe den Ehrgeiz, schwerkranken Patienten mit innovativen Behandlungen zu helfen, schätzte Prof. Michael Albrecht, der medizinische Vorstand des Uniklinikums, ein. Dazu zählt auch der Einsatz des OP-Robotersystems „da Vinci“.

Hintergrund: Lungentumore sind bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen. Vor allem bei älteren oder bereits mehrfach erkrankten Patienten ist eine offene Operation im Brustkorb sehr belastend und manchmal auch unmöglich. Doch Hoffnung bieten minimalinvasive Verfahren: „Insbesondere in Anfangsstadien des Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs, Anm. d. R.) können Tumore grundsätzlich minimalinvasiv operiert werden“, erklärte Michael Schweigert.

Die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie ist ein Kernbereich des neuen Bereichsleiters. Zu den Behandlungsschwerpunkten Schweigerts gehört auch die Entfernung von Lungen-Metastasen.

Das OP-Robotersystem „daVinci“ war einer der Hauptgründe, warum Schweigert zur Uniklinik gekommen ist. Die Dresdner setzen die Roboter bisher vor allem für Bauch-OPs ein. Für die Thoraxchirurgie wird das System dagegen deutschlandweit noch sehr wenig genutzt. Schweigert will die „daVincis“ künftig vor allem für die Entfernung von Bronchialkarzinomen einsetzen und die OP-Techniken erweitern.

Die Thoraxchirurgie ist nicht nur für die Behandlung von Lungenkrebs zuständig: „Neben der Krebschirurgie gehören dazu unter anderem alle bei entzündlichen Erkrankungen der Lunge und des Brustraums notwendigen Operationen“, sagt Schweigert. Der 42-jährige Spezialist wird auch im Ostdeutschen Lungenzentrum, das von der Dresdner Uniklinik und dem Fachkrankenhaus Coswig gegründet worden ist, tätig sein. Vor allem die Coswiger Pneumologie und Thoraxchirurgie sowie die universitäre Nuklearmedizin und Strahlentherapie arbeiten seit Jahren zusammen.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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