Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner TU-Forschungszentrum cfaed wächst
Dresden Lokales Dresdner TU-Forschungszentrum cfaed wächst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:48 01.09.2016
Das Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ der TU Dresden wächst Quelle: cfaed / Juergen Loesel

Das Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ der TU Dresden wächst. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Zwischenbericht der Elektronikforscher hervor. Demnach forschen an diesem Zentrum inzwischen über 130 Professoren und Wissenschaftler, darunter auch viele internationale Experten und Nachwuchsforscher. Rechnet man auch die Partner an anderen Instituten ein, die an cfaed-Projekten mitarbeiten, kann das Zentrum auf die Ressourcen von über 300 Wissenschaftlern in und um Dresden zugreifen.

Wieviel Fördergelder durch diese Partnerschaften letztlich dem Elektronikzentrum zugute kommen, sei schwer abgrenzbar, betonte cfaed-Sprecher Matthias Hahndorf. Aber zugesagt und teils auch schon geflossen sind mindestens rund 70 Millionen Euro, die je zur Hälfte für Forschungen und für Neubauten und Ausrüstungen zur Verfügung stehen.

Mit diesen Mitteln loten die Wissenschaftler interdisziplinär neun verschiedene Pfade zur Computertechnik von Übermorgen aus. Dazu gehören Experimente mit Silizium- und Kohlenstoff-Nanodrähten, organischen Schaltkreisen, biomolekular konstruierter Elektronik, nass-chemischen Computern und biologischen Systemen. Weitere Forschungspfade zielen auf energiesparsame Rechnerarchitekturen sowie hochzuverlässige Computer, die dem Ideal der Fehlerfreiheit sehr nahe kommen.

„Unser Cluster hat sich seit dem Start 2012 gewaltig entwickelt“, schätzte cfaed-Cluster-Koordinator Prof. Gerhard Fettweis ein. Das Zentrum habe seither viel an internationaler Reputation gewonnen: durch seine wissenschaftlichen und innovativen Ansätze, seine Publikationen und die „internationalen Superstars“ der Mikroelektronik-Forschung, die das cfaed an sich habe binden können.

Demnächst werden sich auch die Arbeitsbedingungen für die Chip-Forscher verbessern. Bisher ist das cfaed eher ein informeller Verbund von bis zu 300 Wissenschaftlern, die teils an der TU, teils an außeruniversitären Instituten arbeiten. Im Jahr 2017 soll das Elektronikzentrum aber endlich einen eigenen Neubau bekommen. Der entsteht neben dem universitären Barkhausen-Komplex, umfasst etwa 5000 Quadratmeter Nutzfläche und kostet ungefähr 35 Millionen Euro.

Parallel dazu entsteht im Innenhof des historischen Barkhausen-Baus ein teilweise unterirdisches und erschütterungsfrei gefedertes „Dresden Center for Nanoanalysis“ (DCN) auf rund 600 Quadratmetern. Hier wollen die cfaed-Forscher teils einzigartige Geräte konzentrieren, die zum Beispiel Messungen unter extremer Kälte, hochaufgelöste Mikroskopien und Chip-Prototypen aus dem Elektronenstrahl-Schreiber erlauben. Außerdem richtet das cfaed Nanostruktur-Labore im neuen Photophysik-Institutsneubau an der Nöthnitzer Straße ein.

Von Heiko Weckbrodt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Zuge des Baus eines Gymnasium und einer Oberschule im östlichen Bereich des Areals zwischen der Harkortstraße, der Gehestraße und der Erfurter Straße soll im Westteil ein Grünbereich entstehen. Entlang der Gehestraße wird künftig eine 30 Meter breite und fast 600 Meter lange öffentliche Grünanlage den dicht besiedelten Stadtteil Pieschen auflockern.

01.09.2016

Ein Treffen mit Freunden, ein Gläschen Sekt und keine Termine: Viel schöner kann ein Mittwochvormittag kaum sein. War er aber gestern für drei Pensionäre, die sich an der Elbe in Kleinzschachwitz getroffen haben. Klärchen strahlte vom wolkenlosen Himmel und sie saßen auf einer neuen Bank gleich beim Fährhaus.

01.09.2016

Die TU Dresden steht vor dem Aus für ihre juristische Fakultät. Trotz des Protestes aus der Fachwelt sollen nur wenige Jura-Professuren in der Landeshauptstadt verbleiben. Die Stellenzahl wird nun sogar von der Uni selbst in Frage gestellt – eine skurrile Debatte.

30.03.2018
Anzeige