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Lokales Dresdner Studentin geht für „Miss Ostdeutschland“-Wahl ins Rennen
Dresden Lokales Dresdner Studentin geht für „Miss Ostdeutschland“-Wahl ins Rennen
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08:53 16.11.2017
Sophie Seyfarth Quelle: Anja Schneider
Dresden

An der Hochschule ist sie in Laborkittel, aber am kommenden Sonnabend in langem Abendkleid und 16 Zentimeter hohen Absatz-Schuhen gekleidet: Die HTW-Studentin Sophie Seyfarth aus Dresden geht am 18. November für den Titel der „Miss Ostdeutschland 2018“ an den Start. Bei ihren ersten drei Miss-Wahlen sei sie noch „sehr aufgeregt“ gewesen. Mittlerweile tritt sie die Wettkämpfe gelassen an. Das zahlte sich aus: Ihr natürlicher und souveräner Auftritt verhalf Sophie dieses Jahr bereits zum dritten Platz der Miss Sachsen, sowie dem zweiten Platz der Miss Schönebeck in Sachsen-Anhalt und sogar den ersten der Miss-Wahl in Magdeburg.

Die Studentin des Chemieingenieurwesen wurde durch die Medien auf die städteweiten Schönheitswettbewerbe aufmerksam. Sie habe sich dann die amtierenden „Missen“ angesehen und sich gefragt: „Kann ich mich damit messen?“. Sophie bewarb sich daraufhin bei ihrer ersten Miss-Wahl. Für die Städte-Wahlen können Online-User über eine App mehrfach für ihre Favoriten abstimmen. Auch ihre Großeltern würden alle Bekannten ständig daran erinnern, „für ihre Enkelin zu voten“, lacht sie. „Manchmal denke ich, meine Familie ist dabei aufgeregter als ich“. Für sie war es „ein großer Zuspruch“, bei ihrer ersten Miss Wahl in Schönebeck gleich den zweiten Platz zu belegen. „Wenn man diese Bestätigung bekommt, bedeutet das mehr als zahlreiche Komplimente“.

Normalerweise studiert Sophie Seyfarth an der HTW Dresden. Jetzt will die junge Frau Miss Ostdeutschland werden.

Fortan übte Sophie noch mehr vor dem Spiegel und testete mit Fotografen, welche Posen, Gesichtsausdrücke und Kleider ihr am besten stehen würden. Ihren natürlichen Look mit dezentem Make-Up und gepflegtem Haar zeigt sie auch ihren 2140 Abonnenten bei Instagram unter dem Usernamen „sophie.seyfarth“. Dank ihrer guten Vorbereitung glänzt sie nun mit großem Selbstbewusstsein. Vor der Miss Sachsen Jury 2016 in Chemnitz hatte sie dennoch Herzklopfen. „Beim ersten Auftritt ist es völlig normal, dass man noch unerfahren ist, mal stolpert, sich verhaspelt oder die Choreo falsch ausführt“, erklärt die 1,74 Meter große Bewerberin. Mit ihrem dritten Platz sicherte sie sich die Teilnahme am Wettkampf um den Miss Ostdeutschland Titel. Mittlerweile sei ihr aber klar, dass ein Sieg auch davon abhängen kann, ob die Kandidaten einen guten Tag haben. „Ich habe aufgehört zu sagen, dass es offensichtlich ist, wer die Wahl gewinnt“, erklärt Sophie. „Wenn jemand sagt ’Ich will unbedingt erste werden!’, dann wird das sicher nichts“. Sie verfolgt derweil eine andere Taktik: „Ich lauf dort entlang ohne darauf zu achten, wie ich gerade aussehe und strahle einfach – das spürt man dann!“, verrät die Dresdnerin ihr Erfolgsgeheimnis. „Während der Choreo achte ich nicht mehr darauf, wie ich gerade aussehe, sondern dass ich mich wohlfühle“.

Im Schönheitswettkampf übt sie mit etwa 20 anderen Teilnehmerinnen zunächst zwei Stunden lang den Lauf, wird dann eine Stunde lang gestylt und präsentiert sich abschließend in Abendkleidung, Bademode und mit einem Kurzinterview vor der Jury und ihrem Publikum. Die Preisrichter achten auch auf den Umgang der Frauen untereinander. Trotz des bundesländerübergreifenden Konkurrenzkampfes und ihrem selbst attestierten Ehrgeiz ist der HTW-Studentin ein harmonisches Klima während des Wettbewerbes wichtig. „Man muss nicht gleich alle als seine Feinde empfinden“, meint sie. Bei ihren vergangenen Miss-Wahlen habe sie sogar Freundschaften geknüpft. Mit anderen Bewerbern hat sie nun zusammen eine Whatsapp-Gruppe, über die sich die Mitglieder austauschen, zum Essen verabreden und gegenseitig für einander in Online-Votings abstimmen.

„Egal, wie die Wahl ausgeht – man ist nie umsonst hingefahren“, sagt die 20-Jährige, die einen Tag vor dem Schönheitswettbewerb ihren 21. Geburtstag feiert. An der Miss Germany Coperation schätze sie die freundlichen Menschen und dass man die Bewerberinnen dort – im Gegensatz zu mancher Model-Castingshow – so nehme, wie sie sind und nicht ändern wolle. „Eine dritte Schärpe an der Wand wäre der Hammer!“, meint Sophie. Wenn sich dadurch eine Karriere in der Modelbranche ergäbe, wäre sie dem gegenüber „nicht abgeneigt“– Ihr Studium würde sie dafür aber „definitiv nicht aufgeben“.

Von Katharina Jakob

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