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Lokales Dresdner Studenten müssen mehr Miete zahlen
Dresden Lokales Dresdner Studenten müssen mehr Miete zahlen
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14:35 28.02.2018
Mieter von kleinen Wohnungen müssen auch in Dresden mehr bezahlen. Quelle: dpa-tmn
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Dresden

Für Studenten und Singles mit kleinen Wohnungen ist die Miete in der Landeshauptstadt teurer geworden. Nach statistischen Angaben des Immobilienportals „Immowelt“ mussten Mieter für eine Ein- bis Zweizimmerwohnung bis 40 Quadratmeter in Dresden im vergangenem Jahr durchschnittlich rund 270 Euro kalt auf den Tisch legen. 2016 waren mit 250 Euro acht Prozent weniger.

In Leipzig wohnt es sich noch etwas geldsparender. Hier kletterten die Mieten für Studenten- und Singlewohnungen von 230 Euro im Jahr 2016 auf 240 Euro im vergangenem Jahr. Am billigsten sind kleine Wohnungen in Chemnitz mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von rund 190 Euro. Doch auch hier zogen die Vermieter die Preise im Vergleich zu 2016 um sechs Prozent an.

700 Euro Kaltmiete für Studentenwohnung in München

Wie erwartetet wird München als teuerste Stadt Deutschland ihrem Ruf gerecht. Durchschnittlich rund 700 Euro müssen beispielsweise Studenten für eine kleine Wohnung monatlich ausgeben. Fast dreimal soviel, wie das Bafög-Amt mit der Wohnpauschale von 250 Euro dafür vorsieht. Trotzdem tut das der Beliebtheit der bayrischen Landeshauptstadt als Studienort keinen Abbruch. Hauptgrund für die hohen Mieten seien immer neue Einschreiberekorde an den Hochschulen und der damit verbundene Wohnungsmangel, heißt es in einer Mitteilung von „Immowelt“. Ein Problem dabei ist, dass hohe Mieten die soziale Spaltung der Gesellschaft beschleunigen.

Dresden liegt über Bafög-Wohnpauschale

Dresden liegt mit der Durchschnittsmiete von rund 270 Euro monatlich für Wohnungen bis 40 Quadratmeter knapp über der Wohnpauschale des Bafögamts. Ein Grund für die steigenden Mieten in Dresden sind die guten Investitionsbedingungen für Immobilien in der Landeshauptstadt, zeigt eine Studie. Im Osten Deutschlands leben Studenten und Mieter kleiner Wohnungen gemessen an den Kaltmieten verhältnismäßig günstig. In den neuen Bundesländern liegt die geringste Durchschnittsmiete bei rund 220 Euro in Kaiserslautern.

In Ulm fallen die Mietpreise

Grund zur Freude haben Mieter von Ein- bis Zweizimmerwohnungen in Ulm. Hier fielen die Mietpreise zwischen 2016 und 2017 im Mittel um rund acht Prozent von 360 auf 330 Euro. Zudem stagnieren nach Aussage von „Immowelt“ in vielen nordrhein-westfälischen Unistädten die Nettokaltmieten. In den ostdeutschen Universitätsstädten hingegen stiegen die Mieten, mit Ausnahme von Greifswald, zwischen fünf und zehn Prozent an.

Für die Studie wurden rund 88 400 Wohnungsinserate in 67 ausgewählten deutschen Universitätsstädten auf der Plattform „Immowelt“ ausgewertet. Dabei wurden nut Inserate berücksichtigt, die vermehrt von den Nutzern nachgefragt wurden.

Von Tomke Giedigkeit

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