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Dresdner Striezelmarkt: Schockstarre bleibt aus

Nach Terroranschlag Dresdner Striezelmarkt: Schockstarre bleibt aus

Der Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin wirkt sich auch auf den Dresdner Striezelmarkt aus. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden erhöht. Von Panik kann jedoch keine Rede sein.

Planmäßig öffneten die Händler am Dienstagvormittag ihre Buden und starteten in einen der letzten Tage der Saison. Auch die meisten Besucher ließen sich von den Horror-Nachrichten aus Berlin nicht einschüchtern.

Quelle: sl

Dresden. Der Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin wirkt sich auch auf den Dresdner Striezelmarkt aus. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden erhöht. Von Panik kann jedoch keine Rede sein. Planmäßig öffneten die Händler am Dienstagvormittag ihre Buden und starteten in einen der letzten Tage der Saison. Auch die meisten Besucher ließen sich von den Horror-Nachrichten aus Berlin nicht einschüchtern und nutzten den sonnigen Tag, um den Striezelmarkt zu besuchen. Von Panik oder Angst war nichts zu spüren.

Nach dem Anschlag von Berlin werden auch in Dresden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Am Strizelmarkt wurden am Dienstag Betonsperren aufgestellt, um einen ähnlichen Vorfall auszuschließen. Die Polizei hat ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

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„Die Ereignisse in Berlin waren schockierend. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass so was in Dresden nicht passieren wird. Ich gehe gerne auf den Weihnachtsmarkt und fühle mich sicher“, sagte die Dresdnerin Rebecca Walther. Die Berlinerin Nicole Tritt war am Montag noch in ihrer Heimatstadt. Trotz des Anschlages kam sie am Dienstag nach Dresden: „Es ist schon ein komisches Gefühl. Unsicher fühle ich mich aber nicht, der Ausflug nach Dresden war schon lange geplant“, sagte die Frau.

Auch die Händler versuchten das Beste aus der Situation zu machen. „Jetzt Panik zu schüren, nützt niemandem etwas. Man muss versuchen, einen klaren Kopf zu behalten, auch wenn ich natürlich die Bestürzung und die Emotionalität der Betroffenen verstehen kann. An den Dingen selbst können wir leider nichts ändern“, sagte Uwe Bernhardt, der am Dienstagmorgen seinen „Frieda Design“-Stand öffnete.

Nach den Ereignissen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt

Werden sie weiterhin Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen besuchen?

Auch Dietmar und Siglinde Kläffling ließen sich von dem Anschlag nicht abhalten, weiterhin ihren Pfefferkuchen zu verkaufen – etwas Angst hatten Sie dabei dennoch. Die Möglichkeit, dass Terroristen einem Lkw in Menschenmassen fahren, ist für sie nun eine reale Bedrohung: „Auch wir machen uns so unsere Gedanken, weil wir nicht wissen, ob und wann Terroristen auch zu uns kommen. Wir denken, dass nun so bald nichts mehr geschehen wird, aber so in der Bude fühlt man sich schon unsicher, weil man nicht sieht, was von der Seite kommt“.

Herbert Krönig, der an in seinem Stand Wurst verkauft, hält die Betonsperren dennoch für übertrieben. „Ich denke, dass die Gefahr überspitzt dargestellt wird“, sagt der 71-Jährige, der die Gründe für den Anschlag vor allem in der Flüchtlingspolitik sieht: „Wenn man die Grenzen einfach so öffnet, musste ja mal so etwas passieren. Vor derartigen Taten kann man sich nicht schützen. Da können noch so viel Polizei vor Ort sein, noch so viele Poller.“

Von Uwe Hofmann/ Sebastian Burkhardt

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