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Dresdner Start-up entwickelt effiziente Kleinwindturbine

InnoPrämie vom Freistaat Sachsen Dresdner Start-up entwickelt effiziente Kleinwindturbine

Der Unternehmer Martin Urwalek möchte Häuser und Höfe energieautark machen. Wie er sich das vorstellt, lesen Sie hier:

Martin Urwalek hat die Firma „Permavit“ in Dresden gegründet, um Klein-Windräder zu entwickeln und zu verkaufen.

Quelle: Nora Bach-Sliwinski

Dresden. Klein, aber kräftig – das ist die Idee, die hinter den Windrädern des Dresdner Unternehmens „Permavit“ steht. Entwickelt hat diese Mini-Kraftwerke Martin Urwalek. Der gebürtige Freiburger kam über ein vorheriges Projekt bei der Firma Alphacon bereits vor zehn Jahren auf die Idee, in Kleinwindturbinen zu investieren. Doch die Firma ging insolvent. Martin Urwalek hielt dennoch an der Geschäftsidee fest.

Die bis zu 20 Meter hohe Anlage soll nicht nur leistungsstark, sondern auch geräuscharm sein. Im Vergleich zu großen Windrädern erzeuge sie auf kleiner Fläche viel Strom, verspricht Urwalek. Sie sei im Vergleich zu anderen Turbinen etwa 25 Prozent effizienter.

Urwaleks Aggregat ist eine Mantelturbine mit drei Düsen am Mast. Jeder Propeller ist umrahmt. Dadurch werde die Strömungsgeschwindigkeit der Turbine erhöht, sagt Urwalek. Bis zu zwölf Düsen sind an einem Mast im Einsatz.

Im Winter 2014 stellte Urwalek sein Projekt auf den Prüfstand: Anpassungen der Schleifringe und der Generatoren waren für einen Neustart nötig. Danach gründete der Volkswirt in Dresden die Firma „Permavit“.

Doch der Weg zum Serienverkauf wurde erst mit externer Hilfe möglich: Jährlich fördert der Freistaat Sachsen nachhaltige Ideen kleiner und mittlerer Unternehmen mit „InnoPrämien“ – darunter die Firma Permavit. Erst durch die „InnoPrämie“ konnte „die Stabilität für einen Versuchsträger und die spätere Serie abgesichert werden“, sagt der 53-Jährige Permavit-Gründer. Über die „InnoPrämie“ konnten Tests des Ingenieurdienstleisters EBF finanziert werden. Urwalek: „EBF lieferte uns die Werte, aus denen wir die stabile Form und Größe für den Ring um den Propeller ermittelten. Wir selbst haben für solch spezielle Tests keine Mittel und sind auf die Zuarbeit angewiesen.“

Die Klein-Turbinen, so ist Urwalek überzeugt, könnten zusammen mit Erdwärme- und Solaranlagen helfen, Häuser und landwirtschaftliche Höfe letztlich energie-autark zu machen. „Vier Turbinen leisten bei einer Windstärke von vierzig Stundenkilometer beinahe vier Kilowatt. Das ist ein enormer Schritt in Richtung Autarkie“, schätzt Urwalek ein. „Mit der Windkraft wollen wir einen größeren Autarkiegrad erreichen. Gerade in Ländern wie Schweden oder Kanada gibt es sehr wenig Sonnenstunden. Mit Windenergie kann ein Dunkelheitsausgleich erreicht werden. Aber auch auf Aufzugsschächten oder an Orten, die fern von guter Infrastruktur sind, können die Anlagen angebracht werden.“

Ein weiterer positiver Effekt der Windkraftanlage: Vögel fliegen nicht gegen oder in die Turbinen. „Es kommt zu keinem Vogelschlag. Vögel fliegen nicht in kleine Löcher, das haben uns Ornithologen wissenschaftlich bestätigt", sagt Martin Urwalek.

Die Mittel für die „InnoPrämie“ kommen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (Efre). Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie freiberuflich tätige Ingenieure aus Sachsen. Bis zur Hälfte der anrechenbaren Ausgaben für eine Innovation, insgesamt aber maximal 20 000 Euro im Kalenderjahr, können kleine und mittlere Betriebe dadurch erhalten. In den vergangenen sieben Jahren haben bereits über 500 Unternehmen 700 „InnoPrämien“ aus dem Fonds erhalten.

Von Nora Bach-Sliwinski

Anmerkung der Redaktion: Leider ist uns in dem Artikel ein Fehler unterlaufen. Die vier Kilowatt werden bei vierzig Km/h Windgeschwindigkeit erreicht, nicht bei vier Km/h. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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