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Lokales Diese hohe Summe wollen die Dresdner Stadtwerke investieren
Dresden Lokales Diese hohe Summe wollen die Dresdner Stadtwerke investieren
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06:30 09.01.2019
So soll das neue Kraftwerk der Drewag in Reick aussehen. Quelle: Dresdner Stadtwerke
Dresden

Die Dresdner Stadtwerke GmbH (Drewag) werden in diesem Jahr 170 Millionen Euro in ihre Infrastruktur investieren. Das kündigte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann auf Anfrage der DNN an. Die größte Einzelinvestition ist der Neubau eines Kraftwerks in Reick. 23,4 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in das Vorhaben. Der Baustart ist für das Frühjahr geplant. Das städtische Unternehmen plant laut Ostmann Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Netzbereich – für die Medien Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser – in Höhe von 103 Millionen Euro.

In alternative Energieerzeugung, innovative Speicher- und Komplementärtechnologien und energienahe Dienstleistungen sollen rund 8,3 Millionen Euro investiert werden, für die Erfüllung der im Klimaschutzkonzept der Landeshauptstadt Dresden abgegebenen Verpflichtung zum weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes sind bis 2023 Investitionen in Höhe von rund 18,8 Millionen Euro geplant. Größter Posten in diesem Bereich ist der Bau eines Elbdükers, mit dem insbesondere der Stadtteil Pieschen mit Fernwärme versorgt werden soll.

Industriebauten werden weiter saniert

Für das Infrastrukturprojekt „Stadtbahn 2020“ muss die Drewag Versorgungsanlagen aller Medien um- oder neuverlegen, hierfür stehen bis 2023 rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Größtes Vorhaben ist der Neubau eines Dükers im Bahnbereich der Nossener Brücke, der in diesem Jahr beginnen soll.

Die Drewag wird auch die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Industriebauten im Kraftwerk Mitte fortsetzen. So wird das ehemalige Lichtwerk zum Domizil für die Puppentheatersammlung umgebaut. Die Sanierung des Reaktanzenhauses beginnt in wenigen Tagen, die Fabrikantenvilla soll ab Oktober saniert werden. Rund zehn Millionen Euro lässt sich die Drewag die Bauvorhaben im Kraftwerksgelände dieses Jahr laut Ostmann kosten.

Fusion mit Enso schreitet voran

Für den Breitbandausbau plant das Unternehmen neun Millionen Euro, für den Neubau einer gemeinsamen Verbundleitstelle am Standort Reick sollen dieses Jahr 11,3 Millionen Euro fließen. Auch ein neues Umspannwerk einschließlich des Neubaus einer 110-Kilovolt-Leitung am Standort Reick ist geplant. Das Umspannwerk in Rähnitz, das insgesamt rund elf Millionen Euro kostet, soll fertiggestellt werden. Die neugegründete Tochtergesellschaft DIGImeto wird mit dem Einbau von neuen Stromzählern und Messeinrichtungen beginnen.

Die Integration von Drewag und dem Partnerunternehmen Energie Sachsen Ost (Enso) wird in diesem Jahr weiter voranschreiten. Wenn die beiden Unternehmen fusionieren, wird ein Unternehmen mit 3300 Mitarbeitern im Energiebereich entstehen. Das erste gemeinsame Bauvorhaben soll 2020 in Angriff genommen werden: Der Neubau einer Hauptverwaltung am Hauptbahnhof für rund 69 Millionen Euro. Beide Unternehmen haben mit Lars Seiffert bereits einen gemeinsamen Arbeitsdirektor.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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