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Lokales Dresdner Stadtrat für Fähre und Bus in Pieschen
Dresden Lokales Dresdner Stadtrat für Fähre und Bus in Pieschen
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18:49 09.09.2016
Der Stadtrat hat entschieden: Eine Bus- und Fährverbindung wird geprüft. Quelle: Vladimir Zaplakhov
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Dresden

Der Dresdner Stadtrat hat auf seiner Sitzung am Donnerstag zwei Dinge auf den Weg gebracht, die die verkehrliche Anbindung Pieschens verbessern sollen. Dabei geht es zum einen um eine neue Buslinie oberhalb der Maxim-Gorki-Straße, zum anderen um eine Fährverbindung ins Ostragehege. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ist nun aufgefordert, beide Vorhaben zu prüfen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die Busverbindung der Wohnquartiere im Bereich Döbelner Straße/Weinbergstraße unzureichend. Zudem seien sie „durch Gruppen geprägt, welche in besonderem Maße auf eine ÖPNV-Anbindung angewiesen sind. Darunter befinden sich insbesondere eine steigende Anzahl von älteren Menschen, aber auch gerade junge Familien, welche bislang auf unverhältnismäßig lange Fußwegstrecken zu den Haltestellen am Wilden Mann bzw. an der Maxim-Gorki-Straße oder eben auf Fahrten mit dem eigenen Pkw angewiesen sind“, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Im Rahmen einer Testphase soll deshalb nun das potenzielle Fahrgastaufkommen und das tatsächliche Nutzerverhalten im genannten Bereich überprüft werden. Ziel ist die dauerhafte Einrichtung einer Busanbindung.

Der Antrag stieß fraktionsübergreifend auf Zustimmung, einzig die Grünen konnten sich dafür nicht begeistern und verwiesen auf die Kosten. „Die Dresdner Verkehrsbetriebe müssten 300 000 Euro für zwei neue Busse ausgeben. Die Döbelner Straße ist nicht entsprechend ausgebaut. Das würde weitere zehn Millionen Euro kosten. Und dann würde der Betrieb 200 000 Euro Miese einfahren“, sagte Johannes Lichdi und machte klar, dass er eine Umsetzung des Beschlusses für utopisch halte: „Es wird sich nichts verändern für die Bürger in Pieschen.“

Ähnlich argumentierte Lichdi auch in Sachen Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege. Dieser Antrag stammte von der SPD-Fraktion. Es fehle ein Boot, ein Anleger und auch hier würden die Verkehrsbetriebe von einem defizitären Betrieb sprechen – 180 000 Euro Verlust würde die Fähre einfahren. „Schwierigkeiten sind zum Überwinden da. Wir müssen versuchen, Angebote zu erweitern“, erwiderte Martin Schulte-Wissermann (Piraten).

Und das soll nach der Mehrheit der Stadtratsriege dank Fähre geschehen. Deshalb soll jetzt erneut umfassend geprüft werden, welche naturschutzrechtlichen Belange und Hochwasserschutzauflagen von Bedeutung sind und wie hoch die Investitionskosten der Verbindung wären. Auch von der Idee einer Fußgänger- und Fahrradbrücke rückten die Stadtratsmitglieder – ausgenommen der Grünen, die sich bei beiden Anträgen enthielten – nicht ab.

Von Christin Grödel

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