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Lokales Dresdner Stadtrat beschließt: Stauffenbergallee wird zweispurig
Dresden Lokales Dresdner Stadtrat beschließt: Stauffenbergallee wird zweispurig
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08:40 13.05.2016
Es handelt sich um eine der schlechtesten Fahrbahnen der Stadt mit Kopfsteinpflastern und zahlreichen Schlaglöchern.  Quelle: DNN
Dresden

 Die Stauffenbergallee West soll zweispurig ausgebaut werden. Das hat der Stadtrat am Donnerstag am späten Abend mit den Stimmen der rot-grün-roten Mehrheit (RGR) beschlossen. Es handelt sich um eine der schlechtesten Fahrbahnen der Stadt mit Kopfsteinpflastern und zahlreichen Schlaglöchern.

„Über diese Strecke werden perspektivisch 17 000 Fahrzeuge am Tag fahren. Das ist zweispurig und nicht mehr. Punkt“, erklärte Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi. Mit dem Bau einer zweispurigen Variante könnten 110 Quadratmeter Fläche entsiegelt werden. Es würden 2,8 Millionen Euro im Vergleich zu einem vierspurigen Ausbau eingespart. Er hoffe, der Ausbau könne noch vor 2018 oder 2019 beginnen.

Rot-Grün-Rot stehe für eine rationale Verkehrspolitik, erklärte Lichdi. Martin Schulte-Wissermann (Fraktion Die Linke) sagte, die Stauffenbergallee sei dort vierspurig, wo 20 000 Fahrzeuge und mehr am Tag fahren würden. „Wo es weniger sind, werden wir zweispurig ausbauen.“ Hendrik Stalmann-Fischer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, wies darauf hin, dass der zweispurige Ausbau auch Vorzugsvariante gewesen sei, als der Baubürgermeister noch Jörn Marx (CDU) hieß.

Gunter Thiele, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, kritisierte die Pläne. RGR vertrete keine rationale, sondern eine ideologische Verkehrspolitik. „Wenn wir nicht wollen, dass sich die Autos im Nebenstraßennetz wiederfinden, müssen wir die Hauptstraßen vernünftig ausbauen“, erklärte er. Die RGR-Pläne hätten aber keine Chance auf eine Realisierung, da im Haushalt kein Geld für die Stauffenbergallee eingestellt sei. „Das Geld, das wir für eine Woba verjubeln, hätten wir hier gut gebrauchen können.“

Georg Böhme-Korn, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, mahnte RGR, nicht die Lebensadern der Stadt zu beschneiden. „Wer versucht, den Autoverkehr künstlich auszubremsen, verstopft eine Ader und davon ist der gesamte Organismus betroffen.“ RGR verteufele das Auto aus ideologischen Gründen, so Böhme-Korn.

Franz-Josef Fischer (FDP/Freie Bürger) erinnerte an die Standorte der Polizei auf der Stauffenbergallee. „Die Beamten benötigen vier Spuren, wenn sie zu Einsätzen ausrücken müssen.“ Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger, bezeichnete die RGR-Pläne als „Schwachsinn“: „Da haben wir mal eine breite Straße, und dann wird sie künstlich verengt. Das ist doch völlig sinnlos. Dann lassen wir die Straße lieber so wie sie ist.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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