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Dresdner Stadtrat beschließt Schulnetzplan

Rot-Grün-Rot setzt sich durch Dresdner Stadtrat beschließt Schulnetzplan

Der Stadtrat hat am Donnerstagabend mit den Stimmen der rot-grün-roten Mehrheit (RGR) einen umfangreich geänderten Schulnetzplan beschlossen – der auch für Diskussionen sorgt. Für Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) wirft der Beschluss an vielen Punkten mehr Fragen auf, als er Antworten gibt.

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Quelle: dpa

Dresden. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend mit den Stimmen der rot-grün-roten Mehrheit (RGR) einen umfangreich geänderten Schulnetzplan beschlossen. „Wir haben einen Plan“, bekundete Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. „Mit ihrem Plan ist es wie bei Egon Olsen: Er wird nicht aufgehen“, entgegnete CDU-Stadträtin Silvana Wendt. Franz-Josef Fischer (FDP/Freie Bürger) meinte, die Stadtratsmehrheit habe den Plan nach politischen Prämissen geändert. „Zur Kompetenz der Politiker will ich mal lieber nichts sagen. Ich hätte der Kompetenz der Schulverwaltung vertraut.“

Für Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) wirft der Stadtratsbeschluss an vielen Punkten mehr Fragen auf, als er Antworten gibt. „Uns fehlen Plätze am Gymnasium in Blasewitz“, erklärte er gegenüber DNN. Er habe ein vierzügiges Gymnasium an der Pfotenhauer Straße und ein dreizügiges Gymnasium an der Freiberger Straße vorgeschlagen. Beides habe RGR gestrichen, wolle aber ein fünfzügiges Gymnasium in Gorbitz einrichten. In dem Schulgebäude am Leutewitzer Ring befindet sich allerdings das Berufsschulzentrum für Wirtschaft, für das es kein neues Gebäude gibt.

Probleme mit Grundschulplätzen sieht der Schulbürgermeister in der Altstadt. Das Schulverwaltungsamt hatte einen Tausch der Gebäude von 10. Grundschule und der Grundschule für Erziehungshilfen „Erich Kästner“ vorgeschlagen, der ohne größeren Aufwand 200 zusätzliche Plätze schaffen würde. Diesen Tausch lehnt RGR ab. „Ohne Alternativen aufzuzeigen“, so Vorjohann. „Ich gehe davon aus, dass wir in spätestens zwei Jahren den Tausch haben werden, wenn die Grundschüler vor der Tür stehen.“ In den kommenden Jahren werde der Stadtrat viele Einzelvorlagen zur Schulthematik beschließen müssen, um die Schwächen des Schulnetzplanes zu korrigieren.

Die Schulpolitikerinnen von RGR sahen das naturgemäß anders. Der Stadtteil Gorbitz habe ein Gymnasium verdient, erklärte Dana Frohwieser (SPD). 300 Grundschüler aus dem Ortsamt Cotta würden jedes Jahr aufs Gymnasium wechseln, das Gymnasium Cotta könne aber nur 150 aufnehmen. Das spreche für ein Gymnasium am Leutewitzer Ring.

Anja Apel (Die Linke) erklärte, ein Schultausch komme nicht in Frage, da die Kästner-Schule wegen des hohen Förderbedarfs ihrer Schüler und zusätzlichen Aufgaben wie der Diagnostik von auffälligen Schülern die Räume im großen Gebäude in der Zinzendorfstraße benötige. „Wir wollen mehr Schulplätze, wir wollen mehr Klassenzüge und wir wollen, dass die Kapazitäten nicht bis zum letzten Platz ausgereizt werden“, erklärte Ulrike Caspary (Bündnis 90/Die Grünen) die Intentionen von RGR.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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