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Lokales Dresdner Stadtfest: Das lief gut, das lief schlecht
Dresden Lokales Dresdner Stadtfest: Das lief gut, das lief schlecht
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11:27 21.08.2017
Drei Tage lang haben sich die Dresdner selbst gefeiert. Von Freitagnachmittag bis zum Sonntagabend verwandelte sich die Altstadt in ein riesiges Partyareal mit neun Bühnen und jeder Menge Drumherum.  Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Drei Tage lang haben sich die Dresdner selbst gefeiert. Von Freitagnachmittag bis zum Sonntagabend verwandelte sich die Altstadt in ein riesiges Partyareal mit neun Bühnen und jeder Menge Drumherum. Wir haben nachgeschaut, was richtig gut lief, und wo die Veranstalter noch Arbeit vor sich haben.

Dresden feiert sein Stadtfest! Auch 2017 wurde die Innenstadt für drei Tage zur Partymeile. Wir haben die Fotos dazu:

Das funktionierte hervorragend:

Das neue Flächenkonzept

Aufgrund der Sperrung der Augustusbrücke fand das Stadtfest in diesem Jahr nur auf der Altstadt-Seite statt. Und das funktionierte hervorragend. Die lange Flaniermeile von Carolabrücke bis zur Marienbrücke wurde von den Besuchern bestens angenommen. Wenn das Stadtfest in zwei Jahren in die Neustadt zurückkehrt, könnte es da durchaus traurige Gesichter geben.

Die Verlängerung der Festmeile bis zur Marienbrücke kam super an. Quelle: Stephan Lohse

Der Musikmix stimmt

Der Erfolg gibt den Veranstaltern Recht. Vor allem vor der Theaterplatz-Bühne war es regelmäßig richtig voll. Ob Klassik mit der Dresdner Philharmonie, Ostrock mit Renft und City, oder Pop mit Max Giesinger: Nur zeitiges Kommen sicherte gute Stehplätze. Dazu elektronische Beats hier, Schlager da, Volksmusik dort, Rock und Rap kamen ebenfalls nicht zu kurz. Fast jeder konnte die Musik finden, die er mag. Zudem sorgte das Line-Up auf dem Theaterplatz mit dafür, dass sich das Stadtfest erst nach Mitternacht leerte.

City auf dem Theaterplatz – auch ein Unwetter hielt die Fans nicht vom Konzert ab. Quelle: Stephan Lohse

Anlieger nutzen ihre Chance

Mehrere Dresdner Einrichtungen nutzten das Stadtfest und öffneten ihre Tore. So bildeten sich am Samstag lange Schlangen vor dem Kulturpalast. Auch das Verkehrsmuseum freute sich über 15.000 Extra-Besucher am Wochenende. Hinzu dürften jede Menge zufriedene Geschäfte kommen, verbanden doch viele den Stadtfest-Besuch mit einer Shopping-Tour.

Sicherheit

Kurz nach dem Anschlag von Barcelona spielte das Thema Sicherheit auch beim Stadtfest wieder eine große Rolle. Und die Veranstalter gingen mit dem Thema sensibel um. Polizei, Ordnungsamt und private Sicherheitskräfte waren nahezu überall präsent, blieben aber dezent im Hintergrund. Bilder martialischer Beamter mit Maschinenpistolen blieben aus. Es gab keine Wachtürme, stattdessen setzten die Verantwortlichen auf dezente Videoüberwachung. Der Erfolg gibt auch hier Recht. Es gab keine Einschränkungen für Besucher – und wenig Arbeit für die Polizei.

Die Polizei konnte weitgehend im Hintergrund bleiben. Quelle: Stephan Lohse

Das kann noch besser werden:

Der Müll

Das leidige Thema Abfall beschäftigte auch in diesem Jahr die Gemüter. Zwar war die Stadtreinigung im Dauereinsatz, den Müllbergen wurden die Mitarbeiter in Orange aber nicht Herr. Überall stießen die Besucher auf überquellende Mülleimer, um die herum schnell weiterer Unrat lag. Vor allem entlang der Hauptbesucherwege braucht das Stadtfest mehr und größere Mülleimer.

Regelmäßig überfüllt, die Mülleimer beim Stadtfest reichten vorne und hinten nicht. Quelle: Stephan Lohse

Besucherorientierung

Zwar gab es an verschiedenen Stellen im Festgelände Orientierungstafeln, im Gedränge gingen diese allerdings unter und waren nicht zu sehen. Hier könnte das Stadtfest größere und auffälligere Wegweiser vertragen, die den Besuchern verraten, wo welche Bühne steht. Hinweise an den Bühnen zu den Künstlern und Auftrittszeiten fehlten meist völlig. Das lösen andere Veranstalter deutlich besser.

Ein Highlight für alle

Das Abschlussfeuerwerk am Sonntag lockte noch einmal unzählige Dresdner an die Elbe. Das zehn Minuten lange Farbenspiel ist längst Tradition und Höhepunkt des Stadtfestes. Für den Freitag- oder Samstagabend fehlt so etwas noch. Warum nicht ein elbübergreifendes Konzert oder eine besondere Beleuchtung der Altstadt-Silhouette? Dresden bietet da genug Möglichkeiten.

Die Theaterplatz-Bühne

Die Hauptbühne des Stadtfestes war für die Macher dieses Jahr eine besondere Herausforderung. Aufgrund der Brückenbaustelle ist auch der halbe Theaterplatz gesperrt. So stand die Bühne dieses Mal anders und definitiv nicht ideal. Aufgrund des Reiterstandbildes war die Bühne vom halben Platz aus nicht zu sehen. Buden und Sitzplätze „fraßen“ weiteren Raum, der vor allem beim Konzert von Max Giesinger fehlte.

Das Reiterstandbild verstellte vielen die Sicht auf die Bühne. Quelle: Stephan Lohse

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Von S. Lohse

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