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Lokales Dresdner Sportpolitiker schlagen Alarm
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18:36 16.12.2016
Förderung ungeklärt: Was erhalten die Vereine, die in der privaten Elbflorenz-Arena trainieren? Quelle: Saegeling
Dresden

Die jüngste Sitzung des Sportausschusses fand gar nicht erst statt. Sie wurde von Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) abgesagt. Grund: Es gebe weder Vorlagen der Verwaltung noch Anträge der Stadtratsfraktionen, die beraten werden müssten. Mangels Themen fiel der Ausschuss aus.

Torsten Schulze, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, kann die Auffassung des Sportbürgermeisters nicht teilen. Aus seiner Sicht gibt es mindestens zwei akute Baustellen, die dringend besprochen werden müssten. So stünde die Förderung der Nutzung von Sportstätten bei den Schwimmvereinen ab Januar 2017 in Frage. „Nach meinen Informationen werden den Vereinen von der Bäder GmbH neue Nutzungsverträge mit einer deutlichen Kostensteigerung angeboten“, so der Stadtrat. „Wir sehen ein großes Problem auf den Schwimmsport zukommen.“

Am Donnerstag fragte Schulze im Stadtrat nach. Lames erklärte, die Schwimmvereine könnten die Schwimmhallen so lange zu den alten Konditionen nutzen, bis eine neue Sportförderrichtlinie vorliegt. Das solle im ersten Quartal 2017 geschehen. Vor Inkrafttreten der Richtlinie würden die Schwimmvereine von der Stadtverwaltung informiert werden.

Offen ist laut Schulze aber auch die Frage der Förderung von Vereinen, die Sportstätten nutzen, die nicht vom städtischen Eigenbetrieb verwaltet werden. Prominentestes Beispiel ist die Elbflorenz-Arena, die vom Privatinvestor Uwe Saegeling errichtet wird und die im April in Betrieb gehen soll. Die Ballsporthalle wird auch über eine Kegelanlage verfügen. Aber welchen Zuschuss Vereine erhalten, die in der Elbflorenz-Arena trainieren, steht laut Schulze nicht fest. Er sieht auch Probleme auf den Sportstättenbetrieb zukommen, wenn die neue Halle eröffnet wird. „Vereine, die in die Arena wechseln, hinterlassen ja auf ihren bisherigen Sportstätten eine Lücke.“

„Das Thema ist schon lange bekannt“, stimmt Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Schulze zu. Im Haushalt seien die Zuschüsse einfach anhand der Werte aus den Vorjahren fortgeschrieben worden, ohne die neue Arena zu berücksichtigen. „Wir haben in unserem eigenen Haushaltsentwurf 300 000 Euro für die Anmietung von Sportstätten bei Dritten eingestellt“, erklärte Wagner. Die dringend benötigten Deckungen müssten in den Haushalt eingestellt werden, forderte sie.

Nadja Kaminski, Sprecherin des Stadtsportbundes Dresden, erklärte auf Anfrage der DNN: „Bei den Schwimmhallen haben wir im Moment unterschiedliche Aussagen von Stadt und Bäder GmbH. Unklar ist auch, ob die eingestellten Beträge zur Anmietung von nichtkommunalen Sportanlagen ausreichend sind.“ Der Stadtsportbund sehe noch gewisse Unklarheiten, die aber behoben werden könnten.

Ähnlich sieht es die Stadtverwaltung: „Im Haushalt ist ausreichend Geld für die Belange des Sports eingestellt worden. Die angesprochenen Fragestellungen werden bearbeitet. Wir sehen kein Problem“, erklärte Maria Magdalena Kandler.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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