Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresdner Sparkasse befördert Fintech-Produkt

Feindliche Umarmung Dresdner Sparkasse befördert Fintech-Produkt

Hiesige Banken gehörten lange nicht zu den Selbstständigen-Verstehern. Doch der Milliardenmarkt lockt spätestens, seitdem Fintechs sich anschicken, mit unkomplizierten Softwarelösungen kurzfristige Liquiditätsengpässe kleiner Unternehmen rasch zu beseitigen. Inzwischen sind auch die Banken aufgewacht und umarmen die Konkurrenz.

Vor allem das Smartphone ruft immer mehr Finanzdienstleister auf den Plan, die sich als sogenannte Fintechs in das Geschäft traditioneller Banken drängeln. Neue Gesetze erleichtern Fintechs demnächst den Zugang zu Kontendaten von Bankkunden.
 

Quelle: dpa-tmn

Dresden.  Fintechs machen sich im Geldmarkt breit und lassen Banken schwitzen. Das Geschäftsmodell der altehrwürdigen Geldhäuser gerät nun weiter ins Wanken, denn ein neues Gesetz, das im Entwurf bereits das Bundeskabinett passiert hat, gibt den jungen Finanz-Technologiefirmen ab Januar 2018 Zugang zu Kontodaten der Privatkunden. Mit der Umsetzung der zweiten EU-Zahlungsdienste-Richtlinie (PSD2) wird ein heiliger Gral geschlachtet, denn dieser Durchgriff auf den Kunden ermöglicht Fintechs nun noch mehr Geschäfte an den Banken vorbei.

Traditionelle Geldhäuser sind natürlich nicht untätig. Viele versuchen, mittels feindlicher Umarmung Fintechs in die eigenen Abläufe zu integrieren oder – wie die Commerzbank – selber vergleichbare Plattformen aufzubauen. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden, größte Sparkasse in Ostdeutschland, begleitet über ihre Beteiligungstochter SIB unter anderem die Dresdner „Elbe Finanzgruppe GmbH“. Die wiederum nimmt mit ihrem Fintech-Produkt „Rechnung48“ den in der Vergangenheit eher brachliegenden Milliardenmarkt der Freiberufler und Selbstständigen ins Visier, auf dem jährliche Zuwächse von zehn bis 15 Prozent winken.

 „Rechnung48“ ist ein Factoring-Programm, das sowohl online wie auch via App funktioniert. Im Jahr 2015 wurden rund 70 000 Finanztransaktionen abgewickelt, so Geschäftsführer Stefan Kempf. Wer nicht Wochen oder Monate auf die Bezahlung einer Rechnung warten möchte, kann über „Rechnung48“ seine Ansprüche gegen eine Gebühr von 3,97 Prozent des Betrages an die Elbe Finanzgruppe abtreten und erhält schon am nächsten Werktag sein Geld. Übernommen werden Kempf zufolge Rechnungen ab einem Euro, und weil alle Investitionen gründlich geprüft würden, liege die Ausfallquote nahe Null, so der Elbe-Finanzgruppen-Chef.

Das Unternehmen hat inzwischen vier Digital- und Online-Produkte am Start und die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH weiter an ihrer Seite. Denn SIB-Chef Christian Müller hat einen bestehenden Unterstützungs-Vertrag erst kürzlich verlängert, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Von Barbara Stock

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
12.12.2017 - 13:55 Uhr

Schwarz-gelber "dynamischer Dresscode" für eine spezielle Dynamo-Choreo.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.