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Lokales Dresdner Senioren-Tablet erinnert Rentner an die Pillen
Dresden Lokales Dresdner Senioren-Tablet erinnert Rentner an die Pillen
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17:51 09.09.2015
Das Senioren-Tablet wurde von der Dresdner Firma Exelonix mit einer besonders einfach bedienbaren Kachel-Benutzeroberfläche versehen. Quelle: Exelonix

Hinter dem "Asina" steckt letztlich ein Android-Tablet von Samsung, das von der jungen Dresdner Firma Exelonix mit einer besonders einfach bedienbaren Kachel-Benutzeroberfläche versehen wurde. Das Unternehmen will den "Asina" nun erstmals der Öffentlichkeit vorstellen - auf der Funkmesse IFA (5. bis 10. September 2014) in Berlin.

Die betagten Nutzer können mit dem - in Pilottests von Senioren begutachteten - Gerät zum Beispiel einfach Videotelefonate mit Angehörigen und Freunden starten oder Fotos austauschen. Eine Besonderheit des Tablettrechners: Seine Einstellungen können von Kindern und Enkeln der Senioren aus der Ferne per Internet geändert werden - natürlich nur, um Omi und Opi das Leben einfacher zu machen, nicht aus Bosheit und Schabernack.

Perspektivisch möchten die Dresdner ihre "Asinas" mit dem "Taktilen Internet" der nächsten Mobilfunk-Generation "5G" koppeln. "Wir schätzen, dass spätestens im Jahr 2020 Menschen via Mobilfunk in Echtzeit vor Gefahren gewarnt und in Gefahrensituationen aktiv unterstützt werden können", erklärte Exelonix-Chef Mathias Stege. "Dabei werden die Nachfolger der heutigen Tablets und Smartphones helfen, die Probleme des Alters teilweise zu kompensieren."

Ein erster Schritt dahin ist ein in die ersten "Asinas" integrierter Notrufknopf auf der Startoberfläche, mit dem die Senioren eine Schnellverbindung mit einem Angehörigen oder ihrem Pflegedienst anfordern können. Ebenfalls mit Blick auf künftige telemedizinische Anwendungen sind der erwähnte Tabletten-Kalender und eine Vitalfunktion-Anzeige eingebaut.

Das erwähnte "Taktile Internet" mit den besonders reaktionsschnellen 5G-Funksignalen soll es dann später einmal möglich machen, dass zum Beispiel Therapeuten oder Notärzte den betagten Nutzern in Echtzeit etwa Bewegungs-Übungen oder Notfall-Maßnahmen durchgeben können.

Exelonix wurde im April 2013 in Dresden gegründet, unter anderem vom Dresdner Mobilfunk-Guru Prof. Gerhard Fettweis. Hauptgeschäftszweck ist die Entwicklung von digitalen Alltags-Assistenzsystemen insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel. Das Unternehmen hat acht Mitarbeiter und ist auf der Suche nach Android-Entwicklern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2014

hw

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