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Dresdner Semperopernball 2013 endet mit schwarzer Null

Dresdner Semperopernball 2013 endet mit schwarzer Null

Semperopernball ist Geschichte und lässt einen zufriedenen Ball-Chef zurück. "Wir hatten so viel Prominenz wie noch nie und mit 16 Prozent die höchste Einschaltquote überhaupt", schwärmte Hans-Joachim Frey gestern beim Rückblick auf den Abend.

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Gerard Depardieu erhielt den St. Georgs-Orden für sein Lebenswerk

Quelle: Arno Burgi, dpa

Verbunden mit der Zufriedenheit sei aber auch die Hoffnung, dass sich dieses Niveau halten lasse. Ein Niveau, dass sich der Semperopernballe.V. einiges kosten ließ. 1,6 Millionen haben die Macher investiert, wie Frey verriet.

So zahlte der Verein beispielsweise 70000 Euro für die Miete des Opernhauses, mit weiteren 130000 Euro schlugen die Personalkosten für die Mitarbei-ter, die beim Umbau halfen, zu Buche. Darüber informierte Schatzmeister Rainer Naseband auf Anfrage. Die größte Position auf der Ausgabenseite sind die Gagen, Reisekosten und Unterbringung aller Künstler - 350000 Euro wurden dafür fällig. Unterm Strich aber steht eine schwarze Null, wie Naseband versicherte. Finanziert wurde der Ball nach Angaben von Frey größtenteils durch Einnahmen aus dem Kartenverkauf und kleinere Beträge von Sponsoren.

Gekrönt wurde der Abend durch den Auftritt des Schauspielers Gérard Depardieu, dessen Kommen ein echter Glücksfall gewesen sei, wie Frey im DNN-Gespräch preisgab. Ursprünglich hatten die Organisatoren Fürst Albert von Monaco angefragt, dieser aber sagte im September ab. Schließlich hätte man sich an den französischen Schauspieler gewandt, der eine Antwort aber schuldig blieb. "Erst am Donnerstag bekamen wir die Zusage von Depardieu, der auf dem Weg zu einem Event in Italien einen Zwischenstopp in Dresden einlegte", so Frey. Da die Maschine des Obelix-Mimen aber zahlreiche Antiquitäten an Bord hatte, hing Depardieu eineinhalb Stunden im Zoll des Dresdner Flughafens fest. "Das war ein Nervenspiel. Depardieu traf erst kurz vor Beginn des Balls ein, Zeit zum Umziehen blieb ihm nicht mehr", beschrieb der Organisator. Eine Gage hätte man ihm nicht bezahlt, einzig für Reisekosten und Unterbringung kam der Ballverein auf.

Nun wollen die Macher vier Wochen kein Wort über den Ball verlieren. "Erst dann machen wir uns an die Auswertung und tasten uns bis zum Mai an neue Ideen ran", sagte Frey. Zeit bleibt dem Verein bis zum 7. Februar 2014, wenn zum 9. Semperopernball geladen wird.

Im Opernhaus waren schon am Sonntag alle Spuren des Balls verwischt, der normale Spielplan wurde wieder aufgenommen. Der Aufbau dauerte 75 Stunden, der Abbau etwa 30 Stunden, wie Christine Diller, Pressereferentin der Semperoper, informierte. Rund 300 Mitarbeiter der Semperoper und Fremdfirmen waren dafür im Einsatz. Obwohl die Oper an fünf Abenden nicht bespielt werden konnte, seien die Einnahme-Ausfälle laut Diller durch die vom Ballverein gezahlte Miete gedeckt. Außerdem finde die Veranstaltung ohnehin in einer saisonal schwachen Zeit statt.

Über ein dickes Plus von 25500 Euro kann sich die Organisation Unicef freuen, wie Mitarbeiterin Christina Müller bekannt gab. Diese Summe wurde bei der während des Balls durchgeführten Tombola eingenommen und kommt Straßenkindern in Burundi zugute.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.02.2013

cg / JV

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