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Lokales Dresdner Schülerin schafft es mit Chorproben zur Abi-Traumnote 1,0
Dresden Lokales Dresdner Schülerin schafft es mit Chorproben zur Abi-Traumnote 1,0
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07:00 29.06.2018
Lilith Dzialowski hat ein Abitur geschrieben, von dem andere nur träumen können. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Endlich! Das Schuljahr ist vorbei. Fast 500 000 Schüler erhalten am Freitag ihre Zeugnisse und verabschieden sich in die wohlverdienten Ferien. Rund 13 000 Abiturienten haben bereits seit einigen Wochen ihren Abschluss in der Tasche. Am letzten regulären Schultag werden die Besten von ihnen ausgezeichnet. Im Sächsischen Landtag ehrt Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die Spitzenabsolventen des Freistaats. Unter ihnen ist auch Lilith Dzialowski. Die 18-Jährige hat ihr Abitur am St. Benno-Gymnasium gemacht – mit einem Traumschnitt von 1,0.

„Ich war selbst komplett überrascht, wie gut die Prüfungen gelaufen sind“, erinnert sich Lilith. „Eigentlich habe ich mir kein Ziel gesetzt und auch nicht übermäßig viel gelernt.“ Ihr Erfolgsrezept, sagt sie, sei nicht ihre Disziplin gewesen. „Ich hatte einfach viel Prüfungsglück“, meint Lilith bescheiden. „Aber viele Dinge konnte ich mir einfach gut merken, weil ich mich für die Unterrichtsthemen interessiert und in den Stunden ganz gut aufgepasst habe. Wenn man den Stoff versteht, dann ist es eigentlich gar nicht mehr zu schwer.“

Die Überfliegerin hat Mathematik und Englisch als Leistungskurse gewählt. „Ich liebe Sprachen. Und Mathe fand ich in der Oberstufe richtig cool“, erzählt Lilith. „Wir hatten einfach einen leistungsstarken Kurs. Die gemeinsame Arbeit hat viel Spaß gemacht. Und es kann sehr erfüllend sein, zusammen die Lösung für ein mathematisches Problem zu finden.“

Die Musterschülerin hat stark vorgelegt. Für ihre drei jüngeren Schwestern und ihren Bruder wird es schwierig, an Liliths Leistungen heranzukommen. „Ich hätte mich jetzt auch nicht gern als große Schwester“, meint die Tochter zweier Mediziner und lacht. „Aber unsere Eltern machen uns keinen Druck. Sie unterstützen uns, wo sie nur können.“

Liliths große Leidenschaft ist das Singen. Zweimal in der Woche probt sie mit dem Philharmonischen Kinderchor. Sie gibt viele Konzerte, im Sommer geht der Chor auf Tournee – Lilith ist natürlich mit dabei. Ihr musikalisches Interesse hat durchaus einen Anteil am besonderen Notenschnitt: „Chorproben sind die beste Zeit zum Lernen“, findet die 18-Jährige. „Beim Singen habe ich mir die Schulzettel immer auf das Notenpult gestellt und geübt.“

Diese Zeiten sind nun vorbei. Der Schule trauert Lilith nicht wirklich hinterher, im Gegenteil: „Ich bin froh, dass die Zeiten des Abarbeitens nun zu Ende sind“, sagt sie. „Jetzt kann man sich Dingen widmen, die wirklich sinnvoll sind.“ Die frisch gebackene Abiturientin will nun ihren Führerschein machen – und verreisen. Erst nach Kroatien und Frankreich, später zwei Monate nach Kanada – und dann für ein halbes Jahr nach Spanien. Dort möchte Lilith auf einem Biobauernhof Freiwilligenarbeit leisten.

Und danach? „Studieren, vielleicht sogar im französischen Sprachraum“, sagt Lilith und zuckt gelassen mit den Achseln. Gesellschaftswissenschaften findet sie ganz spannend. Denn die Lösung humanitärer Probleme reizt die junge Dresdnerin letztlich doch etwas mehr, als die Lösung linearer Gleichungssysteme.

Von Junes Semmoudi

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