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Lokales Dresdner Schüler engagieren sich auf dem Johannisfriedhof
Dresden Lokales Dresdner Schüler engagieren sich auf dem Johannisfriedhof
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11:58 18.10.2016
Florian Frenkel und Anne Tucholski helfen dabei, die alten Grabsteine auf dem Johannisfriedhof wieder fit zu machen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Arbeitseinsatz auf dem Johannisfriedhof: Anne und Florian helfen dabei, alte Grabsteine der Reihe nach auf einem Friedhofsbeet zu sortieren. Anschließend schrubben sie mit Bürsten dunkelgrünes Moos und muffig riechende Erde von den Tafeln, die von nun an rund 3700 Kriegsopfer erinnern sollen. Diese wurden nach dem Luftangriff auf Dresden 1945 auf dem Gräberfeld nebenan beigesetzt.

Gemeinsam mit den weiteren Neuntklässlern der 88. Oberschule setzten sich die beiden Schüler am Montagmorgen beim Projekt „Schüler gestalten Kriegsgräberanlagen“ für das Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges ein. Nach den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 wurden auf dem Johannisfriedhof rund 3700 zivile Opfer überwiegend aus der Johannstadt beigesetzt. Die ursprünglichen Grabkennzeichnungen wurden jedoch im Zuge einer Umgestaltung des Friedhofs 1971 entfernt und durch schlichte Grünflächen ersetzt. Deshalb wurde das Areal von den Friedhofsbesuchern im Laufe der Zeit immer weniger als tatsächliche Begräbnisstätte wahrgenommen. Um das zu ändern, setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit 2013 in einem langfristigen und fächerübergreifenden Projekt gemeinsam mit der 88. Oberschule für die Würdigung der Opfer auf dem Friedhof ein. Die abhanden gekommenen Grabsteine wurden in den letzten Jahren von den Projektteilnehmern wiedergefunden und systematisch erfasst, um von nun an wieder dauerhaft an die Begrabenen zu Erinnern.

Zudem ersetze ein Teil der Schüler die lückenhafte Bepflanzung am benachbarten sowjetischen Gräberdenkmal. Im vergangenen Jahr stellten Schüler der 88. Oberschule bereits eine Tafel auf, die Besuchern des Friedhofs wichtige Hintergrundinformationen bietet. Zudem pflanzten sie 3700 Blumenzwiebeln auf den Grünflächen, um auf die gesamte Dimension des Gräberfelds aufmerksam zu machen. Diese werden seit Montag durch die Grabsteine unterstützt.

Von Sebastian Burkhardt

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