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Lokales Dresdner Schneeleopardennachwuchs musste eingeschläfert werden
Dresden Lokales Dresdner Schneeleopardennachwuchs musste eingeschläfert werden
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16:59 24.07.2017
Ob „Istari“ und „Askin“ jemals wieder Nachwuchs bekommen können, ist nun Bestandteil weiterer Untersuchungen. Quelle: Zoo Dresden
Dresden

Traurige Nachrichten aus dem Dresdner Zoo: Die erst vier Wochen alten Schneeleoparden mussten am vergangenen Freitag eingeschläfert werden. Das teilte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena am Montag mit. Als Grund für diesen Schritt wird eine Augenerkrankung des am 22. Juni zur Welt gekommenen Nachwuchses von „Istari“ und „Askin“ angegeben.

„Schweren Herzens“ habe man sich dazu entschlossen, sagt Zootierarzt Dimitri Widmer. Alle Mitarbeiter seien über diese unerwartete Entwicklung sehr traurig. Bereits vor einer Woche war aufgefallen, dass die Jungtiere eine Erkrankung der Augen aufwiesen. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Kolobom. Bei dieser Krankheit fehlen Teile des Augenlids, so dass die empfindliche Hornhaut ungeschützt bleibt. Das hat Reizungen, Entzündungen und Infektionen des Auges zur Folge, letztlich droht die Erblindung.

Die Veränderungen der Lider wurden am 15. Juni bei einer ersten äußerlichen Untersuchungen dokumentiert, die Befunde unmittelbar an die Leitung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sowie an den für diese Spezies zuständigen beratenden Tierarzt der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) übermittelt. Beide rieten daraufhin übereinstimmend zur genauen Untersuchung. Die folgte am 21. Juli mit der Hilfe eines auf Augenheilkunde spezialisierten Tierarztes.

Positive Ergebnisse blieben aus: Neben den Liddefekten wurden zusätzlich pathologische Veränderungen des Sehnervs diagnostiziert, die zu einer Einschränkung der Seefähigkeit führen und Folgeerkrankungen nach sie ziehen können. Zudem wurde bei einem Tier eine degenerative Veränderung der Hornhaut festgestellt. Dabei handelt es sich um weltweit bei Schneeleoparden auftretende, angeborene und möglicherweise genetisch bedingte Veränderungen, deren Ursache nicht abschließend geklärt ist. „Die Tierkörper werden nun am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin eingehend pathologisch untersucht, um einer Aufklärung der Krankheit möglicherweise einen Schritt näher zu kommen“, erklärt Widmer.

Davon sollen auch zukünftige Würfe der Dresdner Schneeleoparden profitieren. Denn laut Ukena müsse über eine weitere Zucht mit dem Pärchen „Istari“ und „Askin“ intensiv beraten werden. Dabei soll auch den Empfehlungen des EEPs eine zentrale Bedeutung zukommen.

Von Christin Grödel

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