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Lokales Dresdner Schlössernacht feiert am 16. Juli ihre 8. Ausgabe
Dresden Lokales Dresdner Schlössernacht feiert am 16. Juli ihre 8. Ausgabe
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17:28 16.06.2016
 Werben schon mal für die 8. Schlössernacht: die „Guitarreros" Volker (l.) und Torsten Schubert, die Sängerin Clarisa Karnikowski (2.v.l) von der Band „The Pearlettes" und das kostümierte Mädchen Lena Wohl von der Jugendkunstschule Dresden.   Quelle: Arno Burgi/dpa
Dresden

Wer sich jetzt noch Karten für die 8. Dresdner Schlössernacht am 16. Juli sichern möchte, muss sich ranhalten: „90 Prozent der auf 6000 Stück limitierten Tickets sind inzwischen weg, im vergangenen Jahr zur selben Zeit waren etwa drei Viertel der Karten verkauft“, berichtet Jörg Ullrich, Projektleiter des Veranstalters First Concept GmbH. Kein Wunder: Wann, wenn nicht an diesem Sommerabend, hat man schon mal die Gelegenheit, durch die illuminierten Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg und des Lingnerschlosses zu wandeln, die sich für eine Nacht in eine weitläufige Kulturlandschaft verwandeln, und 350 Künstlern auf 15 Bühnen zu lauschen. Der Sängerin Ulla Meinecke zum Beispiel, die auf der Ostterrasse von Schloss Albrechtsberg mit ihrer warmen, samtigen Stimme Geschichten über die alltäglichen Dinge des Lebens sinnieren wird. „Drei Jahre haben wir auf Ulla Meinecke gewartet, jetzt hat’s geklappt“, verrät Sylvia Grodd, die künstlerische Leiterin.

Wer alle Auftritte zusammenzählt, kommt auf sage und schreibe 93 Konzerte. Die meisten Bands stammen aus Dresden. „Caminho“ warten mit lateinamerikanischer Akustikmusik auf, die „Pearlettes“ mit Tanzmusik der 1930er bis ’50er Jahre und „Manina“ mit poppig-souligen Songs. Fest in italienischer Hand ist der „Botanic Ballroom“ der Saloppe. Die Musiker von „Dolci Signori“ zelebrieren italienische Popsongs von Adriano Celentano bis Eros Ramazzotti. Italienisches Flair versprühen will auch Tom Roeder mit seiner Inszenierung mit Gondel auf dem Teich von Schloss Albrechtsberg. Sehens- und Hörenswert ist auch das schräge Duo „Miss Evi & Mister Leu“ auf Schloss Eckberg. Evi interpretiert Chansons von Edith Piaf, Mr. Leu singt Songs von Tom Waits. Anhänger von Police schließlich sollten sich bei „Walker on the Moon“ am Torhaus des Lingnerschlosses einfinden. Anders als zunächst erwartet, seien die Gerüste zwar an der Nordseite, noch nicht aber an der Südseite gefallen, berichtet Peter Lenk, Chef des Fördervereins Lingnerschloss. Auch das Pflaster auf dem Vorhof fehle noch. In zwei Jahren, so hofft Lenk, könne das Lingnerschloss komplett saniert sein.

Alles in allem sechs Kilometer fantasievoll beleuchtete Wandelwege werden sich durch das 32 Hektar große Areal schlängeln und auch zu kulinarischen Genüssen führen. Immerhin 30 Gastronomen wollen die Gäste der Schlössernacht beköstigen. Fabelwesen, zum Teil auf Stelzen unterwegs, werden wie gehabt für eine märchenhafte Atmosphäre sorgen. Und das weithin sichtbare, fulminante Feuerwerk zündet Mathias Kürbs wie jedes Jahr 22.30 Uhr unterhalb des Römischen Bades.

Das Spektakel in den Parkanlagen der drei Elbschlösser beginnt 18 Uhr, der Einlass 17 Uhr. 4 Uhr in der Früh ist definitiv Schluss. Von einer Anreise mit dem Auto raten die Veranstalter ausdrücklich ab. Parkplätze gebe es so gut wie gar keine. Deshalb schicken die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) vor Beginn und am Ende der Schlössernacht die Straßenbahnlinie 11 im Zehn-Minuten-Takt Richtung Bühlau und zurück.

Von Katrin Richter

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