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Dresdner Schauburg wird ab Montag saniert

Kino bekommt zwei neue Säle Dresdner Schauburg wird ab Montag saniert

Die Schauburg wird ab Montag umfassend saniert. Noch bis Sonntag läuft der Spielbetrieb, ab Montag schließt Dresdens ältestes noch laufendes Kino über die Sommermonate seine Türen. Die Schauburg wird um zwei Kinosäle erweitert – einer auf dem Dach, einer im Keller.

Die Schauburg in der Dresdner Neustadt wird ab Montag saniert.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die Schauburg wird ab Montag umfassend saniert. Noch bis Sonntag läuft der Spielbetrieb, ab Montag schließt Dresdens ältestes noch laufendes Kino über die Sommermonate seine Türen. Bis zum 90. Geburtstag der Schauburg am 15. Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – zumindest in den drei bestehenden Sälen. Denn: Die Schauburg bekommt zwei neue Kinosäle.

Nicht nur innen wird gearbeitet, auch an der Außenwahrnehmung des markanten Gebäudes an der Ecke Königsbrücker Straße/Bischofsweg wird sich einiges ändern: Auf dem Dach der Schauburg entsteht ein neuer Saal, der Platz für rund 150 Besucher bietet. Ein weiterer Saal mit etwa 60 Plätzen wird im Keller gebaut. Die drei Säle „Andrej Tarkowski“, „Sergio Leone“ und „Fritz Lang“ werden komplett neu bestuhlt – in Zukunft auch mit Getränkehaltern. Die Sitzplätze im Leone- und Lang-Saal werden laut Schauburg-Geschäftsführer Stefan Ostertag gering reduziert. Im Tarkowski-Saal soll es größere Abstände zwischen den Reihen geben. Außerdem werden alle drei mit neuen Wandbespannungen und neuem Farbkonzept ausgestattet. „Mit nur drei Sälen konnten wir viele Anfragen der Film-Verleiher nicht bedienen“, sagt der Kino-Chef. Künftig könnten Filme länger gespielt werden, pro Woche sind theoretisch fünf Neustarts möglich.

Das Foyer im Erdgeschoss soll sich nach dem Umbau großzügiger, luftiger und heller präsentieren. Erneuert werden neben Lüftung und Dämmung außerdem die Toiletten, vier von fünf Sälen sollen behindertengerecht erreichbar sein. Nach dem Umbau sollen zudem wieder Filme beim Hofkino gezeigt werden.

Für Besucher wird sich nach der Sanierung ein ungewöhnliches Bild bieten: Die Kunstwerke im Foyer sowie im Leone-Saal verschwinden. Letzterer darf dafür seine markante Deckengestaltung behalten. Die Architekten versichern, dass die Schauburg auch nach dem Umbau nichts von ihrem rustikalen Charme einbüßen wird. „Wir wissen um die Aura und den Ruf des Kinos – es wird also nach der Sanierung kein kühles Ambiente geben“, so Hendrik Neumann von G.N.b.h Architekten. Neumann und sein Geschäftspartner Benjamin Grill waren schon 2006 am Umbau des Kinos in der Fabrik beteiligt. Zu den Kosten hält sich Stefan Ostertag bedeckt. „Wir bewegen uns im siebenstelligen Bereich.“ Aktuell werden die Umbauten noch mit dem Stadtplanungsamt und dem Denkmalschutz abgestimmt.

In der kommenden Woche wird die Bestuhlung ausgebaut, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. Das alte Gestühl wird außerdem für einen schmalen Taler verkauft. Wer sich ein Stück der „alten“ Schauburg mit nach Hause nehmen möchte, kann am Sonntag um 15 Uhr bei einer Auktion Andenken wie Filmplakate oder Inventar ersteigern. Am Abend wird im Foyer mit DJ und Live-Act Abschied gefeiert.

Von Juliane Weigt

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