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Lokales Dresdner SPD nimmt Abschied vom Sachsenbad
Dresden Lokales Dresdner SPD nimmt Abschied vom Sachsenbad
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17:07 10.10.2016
Sanieren ja, aber nicht als Schwimmbad: das Sachsenbad verfällt immer mehr.  Quelle: Archiv
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Dresden

Die SPD-Fraktion im Stadtrat hält Pläne für eine Sanierung des Sachsenbades an der Wurzener Straße für illusorisch. „Viel zu teuer“, erklärte der finanzpolitische Sprecher Thomas Blümel, „für die Hälfte des Geldes bekommen wir einen Neubau an anderer Stelle, der auch noch wettkampftauglich ist.“ Mindestens 20 Millionen Euro würde es kosten, die Ruine wieder in ein Bad zu verwandeln. Ein Neubau sei dagegen für zehn Milionen Euro zu haben.

Das Sachsenbad müsse natürlich trotzdem saniert werden. Aber eben nicht als Schwimmbad, in das unter Mühen höchstens sechs 25-Meter-Bahnen eingebaut werden könnten, erklärte Blümel. „Hier sind eher Ideen aus den Bereichen Wohnen oder Stadtgebietszentrum gefragt.“ Deshalb könne sich die SPD durchaus eine Konzeptausschreibung des Sachsenbades vorstellen. Die CDU-Fraktion hat eine derartige Variante ins Spiel gebracht (DNN berichteten). „Das hätte den Vorteil, dass wir nicht nur Absichtserklärungen bekommen, sondern Vorschläge von Investoren mit einer verbindlichen Finanzierung“, so Blümel.

Für den Standort der dringend benötigten Schwimmhalle im Dresdner Norden haben sich die Sozialdemokraten das Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks Pieschen an der Harkortstraße auserkoren, wie der Pieschener Ortsbeirat Stefan Engel erklärte. Dabei handele es sich um eine der größten Brachen im Nordwesten der Stadt. Bis 2015 sei das Gelände von der Deutschen Bahn noch als Lagerfläche für Bauarbeiten genutzt worden. Jetzt liege es brach.

Auf dieser Brache in Pieschen könnte ein Schwimmbad entstehen. Quelle: Stephan Lohse

„Wir haben mit der Bahn gesprochen. Sie zeigt sich durchaus bereit, die Fläche an die Stadt abzugeben“, erklärte Blümel. Da das Grundstück wegen der benachbarten Bahnstrecken nicht für den Wohnungsbau geeignet sei, werde der Kaufpreis in einer Größenordnung von etwa vier Millionen Euro liegen. Das könne die Stadt stemmen und einen Teil der Summe refinanzieren, indem sie neben der Schwimmhalle auch ein kleines kommunales Gewerbegebiet entwickelt und die Flächen mit Gewinn an mittelständische Unternehmen verkauft.

In Dresden gebe es einen Mangel an innerstädtischen Gewerbeflächen, so Engel. Der intensive Wohnungsbau führe zu Konflikten zwischen Betrieben und Anwohnern, das ehemalige Bahnbetriebswerk könne zu einem Baustein der Problemlösung werden. Auch ein Grünzug könne auf der Brachfläche etabliert werden und so einen weiteren Mangel beheben: „In Pieschen gibt es viel zu wenige Grünflächen“, findet Engel.

Die Schwimmhallenpläne habe die Fraktion bereits mit Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) und Matthias Waurick, Geschäftsführer der Bäder GmbH, besprochen. „Beide haben Zustimmung signalisiert“, so Blümel. Der Neubau einer Schwimmhalle im Dresdner Norden passe zwar nicht mehr in den Haushalt für 2017/2018, sei aber dennoch dringlich. „Lange hält die marode Schwimmhalle in Klotzsche nicht mehr durch. Wir brauchen bis 2020 eine Alternative“, erklärte der finanzpolitische Sprecher.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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