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Lokales Dresdner Robotron-Kantine könnte zum Kunsthaus werden
Dresden Lokales Dresdner Robotron-Kantine könnte zum Kunsthaus werden
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09:03 09.02.2017
Die alte Robotron-Kantine fristet ein trauriges Dasein. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Nach dem befristeten Abrissstopp für die frühere Robotron-Kantine in der Lingnerstadt kommt jetzt eine neue Nutzungsidee ins Spiel. Wie in Kulturkreisen diskutiert wird, könnte das Kunsthaus Dresden aus der Neustadt ein neues Domizil erhalten.

Die Verwaltung wollte im Zuge der Erweiterung des Blüherparks im Umfeld des Hygiene-Museums die Kantine abreißen lassen. Die Grundstücksfläche soll begrünt werden und als Ausgleich für Bauprojekte hinter dem Dorint-Hotel und auf der Cockerwiese dienen, die allerdings erst in einigen Jahren überhaupt spruchreif würden. Doch der Bauausschuss stoppte mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken die Pläne. Bis Ende August soll die Verwaltung nach einer Nutzung suchen, um den Bau als Architekturzeugnis aus der DDR-Zeit zu erhalten. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) konnte im Ausschuss keine Angaben dazu machen, wie es in der Kantine mit Asbest-Belastungen aussieht. Auch zu Brandschutzfragen waren keine Aussagen möglich, weil dies auch von der geplanten Nutzung abhängig sei. Vor dem Wunsch, die Kantine unter Denkmalschutz zu stellen, warnte der Bürgermeister vor allem deshalb, weil das Gebäude dann den Haushalt seines Geschäftsbereichs belasten würde, wenn es doch keine vernünftige Nutzungsidee gibt. Schmidt-Lamontain muss nun nach Abriss-Alternativen suchen.

Dafür könnte das Kunsthaus eine Option sein. Die Ausstellungsräume für Gegenwartskunst sind bislang eher versteckt in der Rähnitzgasse, die noch dazu im „Barockviertel“ liegt. Auch dort stehen über kurz oder lang Investitionen an, die oberste Etage ist gesperrt, weil ein Rettungsweg fehlt.

Auf der Altstädter Seite könnte das Kunsthaus dagegen in einer Reihe mit Hygiene-Museum, Stadtmuseum und Kunstsammlungen Teil einer Museumsmeile werden und damit vermutlich auch attraktiver für Touristen.

Von Ingolf Pleil

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