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Lokales Dresdner Robotron-Areal: Neuer Investor will Wohnungen bauen
Dresden Lokales Dresdner Robotron-Areal: Neuer Investor will Wohnungen bauen
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17:20 09.09.2015
Planspiele auf Brachflächen: Die Stadt plant Wohnungsbau im Robotron-Areal. Quelle: Architekturbüro Loidl
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Aus der ehemaligen Schuhfabrik vor den Toren Stuttgarts entsteht ein riesiger Wohn-, Dienstleistungs- und Gewerbekomplex.

In Dresden plant Bergmann mit seinen Vorstandskollegen Robert Hartmann und Lilia Nacke das nächste Mammutprojekt: Vor wenigen Tagen hat er vom Insolvenzverwalter ein 98 000 Quadratmeter großes Grundstück in bester Innenstadtlage erworben: Das Robotrongelände zwischen Grunaer Straße, Blüherstraße, Lingnerallee und St. Petersburger Straße gehört jetzt dem Unternehmen aus Kassel.

Für das Projekt mit dem Arbeitstitel „Lingner Altstadtgarten Dresden“ habe man eigens eine eigene Gesellschaft namens Immokles AG gegründet. „Wir sind die Ersten, die mit dem Gelände wirklich etwas anfangen wollen“, so der Vorstand, der zu Einzelheiten wie dem Kaufpreis aber noch keine Angaben machen wollte. Der Kaufvertrag sei zwar notariell beglaubigt, beide Parteien hätten aber ein dreiwöchiges Rücktrittsrecht vereinbart. Erst nach Ablauf der Frist werde man sich äußern.

Steffen Szuggat, Chef des Stadtplanungsamtes, preschte da schon weiter vor: Ziel sei es, das weitgehend leerstehende Robotrongebäude abzureißen und die freien Flächen für Wohnbebauung zu nutzen. Szuggat stellte die Planungen der Stadt für das Areal vor, die Wohnungsbau entlang der Lingnerallee vorsehen. Dabei seien eine kleinteilige Fassadenstruktur und eine parzellenhafte Bebauung gewünscht.

Mit dem Berliner Architekturbüro Loidl sei ein Stufenkonzept für die Bebauung entwickelt worden, der Architekt Christoph Mäckler habe Vorschläge zur Fassadengestaltung entworfen. Ziel sei es, mit sechs- bis siebengeschossigen Gebäuden eine Verbindung vom Großen Garten über das Rathaus hin zur Altstadt zu schaffen. „Ich halte die Entwürfe für einen großen Wurf und einer Großstadt angemessen“, erklärte Baubürgermeister Jörn Marx (CDU).

Diese Auffassung teilten die Ausschussmitglieder. Thomas Löser (Die Grünen) fand die Pläne „überzeugend und gelungen“, Axel Bergmann (SPD) sprach von einem „neuen großen Wohngebiet für Dresden“. Tilo Wirtz (Die Linke) erklärte, die Stadt müsse darauf achten, dass die Bauherren nicht das Maximum an Nutzfläche aus den Grundstücken herausholen würden.

Neben dem Kasseler Immobilienunternehmen und der Stadt gibt es zwölf weitere private Grundstücksbesitzer in dem Gebiet. Laut Marx müsse ein Flächentauschverfahren durchgeführt werden. „Wir brauchen andere Grundstückszuschnitte, um den städtebaulichen Anforderungen gerecht werden zu können.“ Elf Grundstückseigentümer hätten inzwischen Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Der Bauausschuss stimmte einstimmig dafür, dass die Stadt für das Areal einen Bebauungsplan aufstellt. Wenn dieses Dokument vorliegt, lässt sich der zeitliche Rahmen für die Wohnungsbauvorhaben präzisieren.

Thomas Baumann-Hartwig

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