Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Rathaus wird zur Baustelle
Dresden Lokales Dresdner Rathaus wird zur Baustelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 06.10.2016
Außen hui, innen pfui: das Rathaus. Quelle: Archiv
Anzeige
Dresden

Ab Ende November 2016 wird der unsanierte Teil des Rathauses am Dr.-Külz-Ring zur Baustelle. Wie Stadtsprecher Kai Schulz jetzt auf Anfrage der DNN mitteilte, beginnt dann die Stadt mit dem Einbau von provisorischen Brandschutzeinrichtungen. „Die Baugenehmigung liegt vor. Die in ihr enthaltenen Auflagen werden im Zuge der Bauausführung umgesetzt“, so Schulz.

Der unsanierte Gebäudeteil verfügt über keinerlei zeitgemäße Brandschutzvorkehrungen. So ist das Gebäude nicht in einzelne Brandschutzabschnitte unterteilt, weil die entsprechenden Türen fehlen. Sollte es in dem Gebäude brennen, wäre die Evakuierung von Menschen extrem problematisch. Das Bauaufsichtsamt hatte im Juli die Schließung des unsanierten Rathausbereichs angekündigt, falls es keinen verbindlichen Termin für die Behebung der Mängel gebe. Nun sollen unter anderem in den langen Korridoren alle 30 Meter Brandschutztüren installiert werden, so dass einzelne Abschnitte entstehen und sich bei einem Feuer der Rauch nicht überall ausbreiten kann.

Der Stadtrat hatte sich zunächst schwer getan, grünes Licht für die Arbeiten zu geben. Grund: Die Stadt will zwei Millionen Euro unter anderem für provisorische Einbauten ausgeben, die bei einer grundhaften Sanierung des Rathauses nicht weiterverwendet werden können. Schließlich kam der Stadtratsbeschluss auf einer Sondersitzung in der Sommerpause zustande. Wann das Rathaus gründlich saniert wird, steht noch nicht fest. Strittig ist unter anderem, in wieviele Bauabschnitte die Arbeiten unterteilt werden sollen.

In wenigen Wochen beginnt das Stühlerücken im Rathaus: Rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Büros in der vierten Etage des unsanierten Bereichs haben, müssen voraussichtlich ab Dezember ausziehen. Die Brandschutzmängel in diesem Stockwerk können nicht mehr provisorisch behoben werden. Hier ist ein grundhafter Eingriff in die marode Bausubstanz erforderlich. Deshalb würden die Stadtkämmerei und die Stadtkasse ausgelagert, so der Stadtsprecher.

Das Interimsquartier für die Stadtkasse steht bereits fest: Sie wird gegenüber vom Zwinger im Bürogebäude Ostra-Allee 9 untergebracht. Dort sind Büroflächen frei geworden, weil der Wohnungskonzern Vonovia (früher Gagfah) in die Riesaer Straße umgezogen ist. Die Unterbringung der Beschäftigten der Stadtkämmerei sei noch nicht abschließend entschieden, so Schulz, weil die Mietvertragsverhandlungen noch nicht beendet seien.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ziaratgul ist einer von rund 300 minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Begleitung nach Dresden gelangten und für die das Jugendamt nun nach Gasteltern sucht.

06.10.2016

Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat die Dresdner Bettensteuer bestätigt. Eine entsprechende vom Stadtrat beschlossene Satzung sei „im Wesentlichen rechtmäßig“, urteilte der 5. Senat des Bautzener Gerichts am Donnerstag.

06.10.2016

Trotz des Insolvenzverfahrens über das Vermögen André Sarrasanis geht der Betrieb des Dresdner Zirkusdirektors weiter. Dank einer Vereinbarung mit der Stadt ist der Standplatz für das Trocadero-Zelt am Wiener Platz und somit die Spielzeit zwischen November dieses Jahres und Januar 2017 gesichert. Am 3. November feiert der zweite Teil der Elements-Trilogie Premiere.

06.10.2016
Anzeige