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Dresdner Rathaus wird zur Baustelle

Ab November Arbeiten am Brandschutz Dresdner Rathaus wird zur Baustelle

Ab November beginnen im unsanierten Bereich des Rathauses die Arbeiten am Brandschutz. Die Baugenehmigung liegt jetzt vor, teilte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage mit. Rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtkämmerei und Stadtkasse müssen trotzdem ausziehen.

Brandschutz? Unter dem Dach des Dresdner Rathauses ein Fremdwort.

Quelle: Tilo Wirtz

Dresden. Ab Ende November 2016 wird der unsanierte Teil des Rathauses am Dr.-Külz-Ring zur Baustelle. Wie Stadtsprecher Kai Schulz jetzt auf Anfrage der DNN mitteilte, beginnt dann die Stadt mit dem Einbau von provisorischen Brandschutzeinrichtungen. „Die Baugenehmigung liegt vor. Die in ihr enthaltenen Auflagen werden im Zuge der Bauausführung umgesetzt“, so Schulz.

Der unsanierte Gebäudeteil verfügt über keinerlei zeitgemäße Brandschutzvorkehrungen. So ist das Gebäude nicht in einzelne Brandschutzabschnitte unterteilt, weil die entsprechenden Türen fehlen. Sollte es in dem Gebäude brennen, wäre die Evakuierung von Menschen extrem problematisch. Das Bauaufsichtsamt hatte im Juli die Schließung des unsanierten Rathausbereichs angekündigt, falls es keinen verbindlichen Termin für die Behebung der Mängel gebe. Nun sollen unter anderem in den langen Korridoren alle 30 Meter Brandschutztüren installiert werden, so dass einzelne Abschnitte entstehen und sich bei einem Feuer der Rauch nicht überall ausbreiten kann.

Der Stadtrat hatte sich zunächst schwer getan, grünes Licht für die Arbeiten zu geben. Grund: Die Stadt will zwei Millionen Euro unter anderem für provisorische Einbauten ausgeben, die bei einer grundhaften Sanierung des Rathauses nicht weiterverwendet werden können. Schließlich kam der Stadtratsbeschluss auf einer Sondersitzung in der Sommerpause zustande. Wann das Rathaus gründlich saniert wird, steht noch nicht fest. Strittig ist unter anderem, in wieviele Bauabschnitte die Arbeiten unterteilt werden sollen.

In wenigen Wochen beginnt das Stühlerücken im Rathaus: Rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Büros in der vierten Etage des unsanierten Bereichs haben, müssen voraussichtlich ab Dezember ausziehen. Die Brandschutzmängel in diesem Stockwerk können nicht mehr provisorisch behoben werden. Hier ist ein grundhafter Eingriff in die marode Bausubstanz erforderlich. Deshalb würden die Stadtkämmerei und die Stadtkasse ausgelagert, so der Stadtsprecher.

Das Interimsquartier für die Stadtkasse steht bereits fest: Sie wird gegenüber vom Zwinger im Bürogebäude Ostra-Allee 9 untergebracht. Dort sind Büroflächen frei geworden, weil der Wohnungskonzern Vonovia (früher Gagfah) in die Riesaer Straße umgezogen ist. Die Unterbringung der Beschäftigten der Stadtkämmerei sei noch nicht abschließend entschieden, so Schulz, weil die Mietvertragsverhandlungen noch nicht beendet seien.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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