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Dresdner „Projektschmiede“ muss Insolvenzantrag stellen

Gemeinnützige GmbH in Dresden in der Krise Dresdner „Projektschmiede“ muss Insolvenzantrag stellen

Bittere Entscheidung: Die gemeinnützige GmbH „Projektschmiede“ muss Insolvenzantrag stellen. Es sei nicht gelungen, die wirtschaftliche Basis für die bei den Kultur-, Demokratie- und Jugendhilfeprojekten nötigen Eigenanteile zu schaffen.

Symbolbild

Quelle: dpa

Dresden.  Die gemeinnützige Kultur-GmbH „Projektschmiede“ in Dresden wird einen Insolvenzantrag stellen. Das kündigte Melanie Hörenz-Pissan an, die Geschäftsführerin des Vereins Kulturbüro Dresden, der Gesellschafter der Projektschmiede ist. Insgesamt sind davon 14 Mitarbeiter betroffen.

Bereits zum Jahresende hatte die Projektschmiede ihre Aktivitäten eingestellt. Fünf Mitarbeitern wurde gekündigt, acht Mitarbeiter hatten einen befristeten Arbeitsvertrag, der zum Jahresende auslief. Seit ihrer Gründung 2007 hatte die Projektschmiede die Aufgabe, die Planung, Umsetzung und Durchführung von Projekten im Jugend-, Bildungs- und Kulturbereich zu ermöglichen. Zuletzt wurden zehn Projekte begleitet und umgesetzt. Dazu zählten unter anderem Kitrazza – die KinderTraumZauberStadt, House of Resources, Kulturjahr Sucht, Tanznetz Dresden, Externe Fachstelle – Wir entfalten Demokratie. Lokales Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden oder Banda Internationale.

Die Projekte Kitrazz – die KinderTraumZauberStadt, SIEDLER und House of Resources werden unter der Trägerschaft des Kulturbüros Dresden weitergeführt. Zwei angestellte Mitarbeiter wurden mit übernommen. Für alle anderen Projekte würden gemeinsam mit den Projektpartnern und Fördermittelgebern tragfähige Lösungen gesucht. Die externe Fachstelle für das Handlungsprogramm, die von der Projektschmiede betreut wurde, ist an die Landeshauptstadt zurückgegeben worden.

 In einem System, in dem ständig um befristete Projektförderungen gerungen werden muss, fehlte der Projektschmiede zuletzt die wirtschaftliche Basis. Nach den geltenden Förderbedingungen musste für einige Projekte ein Eigenteil erbracht werden. Zudem seien die üblichen Verwaltungskosten einer Gesellschaft – wie der Projektschmiede gGmbH – nur zu einem geringen Teil über Fördergelder abgedeckt. Der Projektschmiede ist es nach eigenen Angaben dabei nicht gelungen, einen Geschäftsbetrieb aufzubauen, mit dem diese Kosten eingespielt werden konnten. Gemäß der Umsatz- und Ertragsplanung hätte 2018 Überschuldung sowie Zahlungsunfähigkeitgedroht. Da mit Eintritt der Zahlungsunfähigkeit auch alle geförderten Projekte gefährdet gewesen wären, hatten sich die Verantwortlichen entschlossen, den Geschäftsbereich der geförderten Projekte einzustellen, um die geförderten Projekte rechtzeitig frei geben zu können. Damit sei zumindest die Gefährdung der Projekte verhindert worden, hieß es. Die Projektschmiede werde nun dennoch Insolvenzantrag stellen müssen. Es werde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angestrebt, um gegebenenfalls doch bestehende Sanierungsmöglichkeiten nicht auszuschließen. Dazu sei eine erfahrene Unternehmensberatung aus Dresden hinzugezogen worden.

Von Ingolf Pleil

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