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Dresdner Picknick zum internationalen Hebammen-Tag

Hebammen-Picknick Dresdner Picknick zum internationalen Hebammen-Tag

Dem Wetter zum Trotz versammelten sich auch dieses Jahr zahlreiche Hebammen, Eltern und Kinder zum alljährlichen Hebammen-Picknick an der Augustusbrücke. Anlass ist der internationale Hebammen-Tag am 5. Mai, der die Bedeutung und die Arbeitsbedingungen der Geburtshelferinnen in den Fokus stellt.

Hebammen-Picknick an der Elbe

Quelle: czr

Dresden. Dem Wetter zum Trotz versammelten sich auch dieses Jahr zahlreiche Hebammen, Eltern und Kinder zum alljährlichen Hebammen-Picknick an der Augustusbrücke. Anlass ist der internationale Hebammen-Tag am 5. Mai, der die Bedeutung und die Arbeitsbedingungen der Geburtshelferinnen in den Fokus stellt.

Kerstin Köhler ist freiberufliche Hebamme und Mitorganisatorin der Veranstaltung. „Ich bin Hebamme, weil es für mich der schönste Beruf ist“, schwärmt sie. Die Arbeitsbedingungen werden jedoch zunehmend härter, der Beruf der Hebamme unattraktiver. „Dresden rühmt sich damit, eine der geburtenreichsten Städte zu sein, tut aber nichts dafür“, so Köhler. Durch die hohen Kosten für Versicherungen bei der Geburtenhilfe, die vergleichsweise niedrigen Gehälter und die Dauerbereitschaft im Dienst, sei die existenzielle Grundlage vieler Hebammen gefährdet. Ein häufiges Resultat: Burn-Out.

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zum internationalen Hebammen-Tag versammelten sich zahlreiche Eltern, Kinder und Hebammen

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„Es ist wichtig, dass die Politik handelt, sich der Sache annimmt und ein Bewusstsein für unsere Lage bekommt“, appelliert Köhler. Mit dem alljährlichen Picknick soll auf diese Missstände aufmerksam gemacht und die Hebamme als Stütze der werdenden Mutter wertgeschätzt werden.

„Vor allem beim ersten Kind ist alles noch so neu und unbekannt. Da ist eine persönliche Betreuung durch eine vertraute Fachperson unheimlich wichtig und schön“, findet Sana Domaschk, die mit ihren Kindern gekommen ist, um die Hebammen zu unterstützen.

Durch den Hebammen-Mangel musste die zweifache Mutter am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ohne Geburtshelferin an ihrer Seite ein Kind zu bekommen: „In dem Krankenhaus war die Hebamme für mehrere Geburten parallel zuständig. So war sie immer nur kurz da, um nach dem Rechten zu sehen. Ich hätte mehr Unterstützung gebraucht, auch wenn mein Mann natürlich an meiner Seite war. Deswegen bin ich zur zweiten Geburt ins Geburtshaus gegangen. Das war wunderschön.“

Der Mangel ist auch bei der Vor- und Nachsorge deutlich zu spüren. Viele Frauen, haben große Schwierigkeiten, eine Hebamme zu finden. Was zum Angebot einer Hebamme gehört, ist zudem vielen werdenden Eltern häufig gar nicht bewusst.

Mit dem Slogan „Geboren mit der Hilfe Ihrer Hebamme“ ruft der Deutsche Hebammen Verband deshalb zur Unterstützung der Berufsgruppe.

Von czr

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